Rotes Kreuz hilft bei der Cholera-Epidemie:
Verbreitung erreicht kritische Dimensionen
- Helfer berichten von verheerenden Umständen
- Lebensnotwendiges Wasser ist massiv verschmutzt

Von "verheerenden Umständen" im Choleragebiet in Simbabwe berichtet Rotkreuz-Mitarbeiterin Gerlinde Astleithner, die gerade aus der Katastrophenregion zurückgekehrt ist. "Es ist Gefahr in Verzug", alarmierte Astleithner in einer Aussendung. "Die städtische Wasserversorgung funktioniert kaum mehr. Das wenige Wasser, das es gibt, ist massiv verschmutzt, chemische Mittel für eine entsprechende Reinigung sind nicht vorhanden."
Seit Wochen verteilen Mitarbeiter und Freiwillige der nationalen Rotkreuz-Gesellschaft in Simbabwe an rund 100.000 Menschen Trinkwasser und halten Gesundheits- und Hygienetrainings. Internationale Unterstützung ist allerdings dringend notwendig.
Nach der Entsendung des österreichischen Experten, Wolfgang Stöckl, folgten drei weitere Rotkreuz-Helfer: Der 48-jährige Tiroler Herbert Thaler, der 47-jährige Niederösterreicher Andreas Cermak und der 33-jährige Steirer Markus Lang. Gemeinsam mit Kollegen aus Deutschland werden die Rotkreuz-Mitarbeiter täglich 600.000 Liter sauberes Wasser produzieren und an die Betroffenen verteilen. 40.000 Menschen können damit versorgt werden. Das erste Team bleibt voraussichtlich fünf Wochen vor Ort, die Dauer des Gesamteinsatzes ist nicht abzusehen.
(apa/red)
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