Christbaum auf dem Petersplatz illuminiert:
Riesige Fichte mit österreichischen Wurzeln
- Feier mit Landeshauptmann Pröll und Bischof Küng
- 2.000 Christbaumkugeln um 33 Meter zu schmücken

Auf dem Petersplatz im Vatikan ist am späten Samstagnachmittag der in diesem Jahr aus Niederösterreich stammende Christbaum illuminiert worden. Die offizielle "Übergabe" der Fichte aus Gutenstein erfolgte durch Landeshauptmann Erwin Pröll. Für den Vatikan nahm Kardinal Giovanni Lajolo das Geschenk des Landes NÖ entgegen.
Der Zeremonie im strömenden Regen wohnten u.a. auch der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng und 850 aus allen niederösterreichischen Bezirken nach Rom gereiste Pilger bei. Für die musikalische Umrahmung sorgten wie schon bei der Papst-Audienz am Vortag die Ziersdorfer Turmbläser und die Altenburger Sängerknaben, außerdem die Kapelle der Vatikan-Gendarmerie.
Das Geschenk des Landes NÖ für Benedikt XVI., der den Landeshauptmann empfangen hatte, ist der größte Christbaum, der je auf dem Petersplatz aufgestellt wurde. Die 120 Jahre alte Fichte misst 33 Meter. Der bisherige "Rekord" betrug 31,5 Meter. Der Christbaum, der um 17.10 Uhr illuminiert wurde, steht traditionell neben der Weihnachtskrippe im Zentrum des Petersplatzes. Er war bereits vor einer Woche per Tieflader im Vatikan eingetroffen.
2.000 Christbaumkugeln
In den vergangenen Tagen wurde die Fichte in einen tonnenschweren Sockel gesenkt und mit Drahtseilen gesichert. Mitarbeiter der Technischen Dienste im Vatikan schmückten die Zweige in der Folge mit 2.000 Christbaumkugeln, mit Lichterketten und Girlanden. Zusätzlich zu der 33 Meter hohen Fichte hat das Land NÖ dem Vatikan 40 weitere kleinere Bäume geschenkt, die in der Audienzhalle und in Kurienbehörden aufgestellt werden.
Küng sprach von einem "feierlichen Augenblick". Und: "Wir sind wetterfest." Das Licht brenne mitten in der Finsternis, leuchten solle auch das Licht Christi. Mit einem "herzlichen Gruß an den Heiligen Vater (dessen Arbeitszimmer während der Zeremonie beleuchtet war), an den Vatikan und an die Ewige Stadt" stellte Pröll fest, dass das Land NÖ "nicht mit leeren Händen gekommen" sei. "Wir haben einen Baum als Symbol des Lebens, der Fruchtbarkeit, der Zuversicht und der Hoffnung mitgebracht". Die Fichte solle überdies "Symbol für die Kraft des christlichen Glaubens in unserer Heimat" sein", so der Landeshauptmann.
Weinstock für den Vatikan
Bereits zuvor gab es "besonderen Zuwachs" für die Vatikanischen Gärten. Pröll hatte mit seinem Neffen Andreas und dessen Frau Michaela im Beisein der Bischöfe Küng und Renato Boccardo (Vatikan) einen niederösterreichischen Weinstock gepflanzt. Damit habe "ein Stück unserer Heimat" seinen Platz im Vatikan gefunden, sagte der Landeshauptmann. Boccardo bezeichnete den Stock als "bleibendes Geschenk", zumal der Christbaum auf dem Petersplatz nach Weihnachten ja "wieder gehen" werde.
(apa/red)
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