Russland rückt in georgisches Dorf ein:
Grenzdorf zu Südossetien bleibt umstritten
- Wenige Stunden nach Abzug wieder zurückgekehrt
- EU-Beobachter üben scharfe Kritik an Moskau

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Wenige Stunden nach ihrem Abzug sind russische Truppen wieder in das georgische Grenzdorf Perewi zurückgekehrt. Soldaten hätten den Kontrollpunkt in der Nähe der Verwaltungsgrenze zwischen Georgien und Südossetien wieder besetzt, teilten die EU-Beobachter mit. "Darüber hinaus haben sie eine beträchtliche Zahl von Truppen in und um das Dorf Perewi stationiert."
Die EU-Beobachter kritisierten den Schritt und forderten Russland auf, die Soldaten unverzüglich wieder zurückzurufen. Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte einen Vertreter des südossetischen Verteidigungsministeriums mit den Worten, Russland habe rund 60 Mitglieder einer Sondereinheit an die Grenze geschickt. Die georgische Polizei habe sich zurückgezogen, sagte der Sprecher des georgischen Innenministeriums. "Die Russen haben die Polizei heute Morgen aus Perewi rausgeschmissen."
Der Konflikt zwischen Russland und Georgien um die von Georgien abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien hatte im August zu einem kurzen Krieg geführt. Trotz eines Waffenstillstandsabkommens dauern die Spannungen an. Russland hat Südossetien und Abchasien als unabhängig anerkannt. Seine Truppen hat Moskau aus den Pufferzonen um die beiden Gebiete abgezogen, nicht jedoch aus den Gebieten selbst.
(apa/red)
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