Italien versinkt im großen Schneechaos: Zu viel Schnee in Alpen, Hochwasser in Venedig
- Autofahrerin in überfluteter Unterführung ertrunken
- Zweithöchste Gefahrenstufe für Lawinen in den Alpen

·Wintereinbruch führt zu Verkehrsproblemen
Schulfrei in Oberkärnten -
Lesachtal nicht erreichbar
Meterhoher Schnee in den schweizerischen und italienischen Alpen, Hochwasser in Venedig und Rom: Das Mittelmeertief hat zu teilweise massiven Problemen geführt. In der Schweiz gab es für den Schwerverkehr Behinderungen beim Alpentransit, in der Nähe von Rom ist eine Frau ertrunken, als sie mit ihrem Auto in einer überfluteten Unterführung hängenblieb.
In der Schweiz wurden weitere Schneefälle mindestens bis Freitagabend prognostiziert. Im Tessin lag in der Früh ein halber Meter Schnee, eine für die Jahreszeit ungewöhnliche Menge. Die beiden Alpentransitachsen über den Gotthard und den San Bernardino waren blockiert. Hunderte Lkw-Lenker mussten schon die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen, die Warteräume auf beiden Seiten der Alpen waren voll besetzt.
Viel Schnee in italienischen Alpen
In den italienischen Alpen gab es ebenfalls ungewöhnlich große Schneemengen, hauptbetroffen waren die Regionen Friaul, Trentino-Südtirol und Ligurien. Das Innenministerium appellierte an die Norditaliener, auf nicht unbedingt notwendige Autofahrten zu verzichten. Nahe der Stadt Vicenza in Venezien verletzte sich eine 13-Jährige, als sie mit einem Schneeblock vom Dach eines Hauses stürzte.
Regen und Hagel in Rom
Weiter südlich gingen die Niederschläge in Form von Regen und - in Rom - von Hagel nieder. Mehrere Teile der der italienischen Hauptstadt waren überschwemmt, Bäume wurden entwurzelt. Rund 50 Menschen wurden von der Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Auch im Zugverkehr gab es Probleme. Bürgermeister Gianni Alemanno sprach von einer Naturkatastrophe.
Überschwemmungen in Vendig
In Venedig waren Teile der Stadt zum zweiten Mal binnen weniger Tage überschwemmt. Für morgen, Freitag, wurde ein Wasserstand von 1,3 über normal prognostiziert. In der Lagunenstadt gibt es seit mehrere Jahren immer häufiger "Acqua alta", als einer der Gründe dafür gilt die Absenkung des Meeresgrunds. In Süditalien waren zahlreiche Fährverbindungen wegen heftigen Regens und stürmischer See eingestellt. In Palermo auf Sizilien mussten Einsatzteams mehrere Autofahrer retten. (apa/red)
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