Cholera fordert bereits 800 Tote: Epidemie
Mehr als 16.000 sind in Simbabwe infiziert
- Südafrika erklärt Grenzbereich zum Notstandsgebiet
- Hoffen auf verstärkte Hilfe im Kampf gegen Cholera

·Cholera in Simbabwe:
Lage gilt als "prekär"
Britischer Premier Brown fordert sofortiges Handeln
·Simbabwe schiebt EU
"Schwarzen Peter" zu
Cholera-Ausbruch sei Folge der EU-Sanktionen
·Simbabwe-Wirtschaft
derzeit im freien Fall
Florierende Entwicklung bis in die 90er Jahre
Die Cholera-Epidemie im südlichen Afrika weitet sich dramatisch aus. Die an Simbabwe angrenzende südafrikanische Provinz Limpopo wurde zum Katastrophengebiet erklärt. Dort sind nach Angaben der Provinzregierung bisher 664 Menschen an Cholera erkrankt, acht sind an der Krankheit gestorben. In Simbabwe erhöhte sich die Zahl der Cholera-Toten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Mittwoch auf 775.
Dies war eine Steigerung gegenüber dem Vortag um fast 200. Mehr als 16.000 Menschen seien infiziert, hieß es in der Mitteilung der WHO. Der seit 28 Jahren in Simbabwe regierende Präsident Robert Mugabe zeigte sich scheinbar unbeeindruckt. Die Epidemie sei unter Kontrolle, sagte er bei einem Staatsbegräbnis für einen Parteifreund am Donnerstag. Ausländische Mächte wollten die Cholera-Epidemie nur benutzen, um die Regierung zu stürzen. Simbabwes Wirtschaft und auch das Gesundheitssystem sind unter Mugabes Herrschaft völlig zusammengebrochen.
Der Cholera-Erreger wird von verseuchtem Trinkwasser und Nahrungsmitteln übertragen. Die Trinkwasserversorgung in Simbabwe liegt seit Jahren danieder. In Harare spült der Regen die auf der Straße liegenden Abfälle direkt in die Kanäle, aus denen Trinkwasser bezogen wird. (apa/red)
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