30 Männer für Terror in Mumbai rekrutiert: Kampfausbildung für tödliche Elitetruppe
- 10 Attentäter töteten Ende November 171 Menschen
- Jamaat-ud-Dawa soll auf die UN-Terrorismusliste
·Mumbai-Terroristen bleiben in Pakistan
Verdächtige werden nicht an Indien ausgeliefert
·Erneut Diskussion um Namen entbrannt
Bombay oder Mumbai - das ist hier die Frage
·Stichwort Bombay: Größte Stadt Indiens
Wurde in den 90er Jahren
in Mumbai umbenannt
·Mumbai zwischen Reichtum und Armut
VIDEO: CNN-Bericht über
Luxusviertel und Slums

Pakistan hat die beiden von Indien als mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge von Bombay gesuchten Männer festgenommen. Das bestätigte Ministerpräsident Yousuf Raza Gilani. Zaki-ur-Rehman Lakhvi und Zarar Shah seien in Gewahrsam der pakistanischen Behörden und würden vernommen. Lakhvi wurde bei einer Razzia in einem Lager militanter Islamisten nahe Indien festgenommen.
Die zehn Attentäter der Anschläge von Bombay waren einem Medienbericht zufolge Teil einer Gruppe von 30 Selbstmordattentätern. Die Vernehmungen des einzigen überlebenden Extremisten hätten ergeben, dass insgesamt 30 Männer gemeinsam eine hoch spezialisierte Kampfausbildung durchlaufen hätten, zitierte die "New York Times" am Mittwoch den Vize-Polizeichef von Bombay, Deven Bharti. Teil ihres Trainings sei auch der Kampf zur See gewesen. Indien habe zwar keinen Grund anzunehmen, dass sich die übrigen 20 Männer noch in dem Land aufhielten. Dies sei aber nicht auszuschließen, sagte Bharti weiter. Bei dem dreitägigen Sturmlauf durch die größte indische Stadt hatten die zehn Attentäter Ende November 171 Menschen getötet.
Am Ende des Trainingsprogramms hätten die Anführer der pakistanischen Extremistengruppe Lashkar-e-Taiba zehn Männer für die Anschläge in Bombay ausgewählt und von der Gruppe getrennt. Diese seien dann in ein abgelegenes Haus gebracht und dort weitere drei Monate ausgebildet worden.
Jamaat-ud-Dawa auf UN-Terrorismusliste
Der indische Minister für auswärtige Angelegenheiten, E. Ahamed, forderte unterdessen den UN-Sicherheitsrat auf, die pakistanische Untergrundgruppe Jamaat-ud-Dawa auf ihre Terrorismusliste zu setzen. Die Gruppe gilt als Speerspitze der Lashkar-e-Taiba, die vor allem in dem zwischen beiden Ländern umstrittenen Gebiet Kaschmir aktiv ist und auch für einen Anschlag auf das indische Parlament verantwortlich gemacht.
(apa/red)
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