Ministerpräsident von Bayern besucht Wien:
Seehofer verurteilt Anschlag auf Polizeichef
- Attacke in Passau ist eine "völlig neue Dimension"
- Finanzkrise: Übereinstimmung mit Kanzler Faymann

Der neue bayerische Ministerpräsident Seehofer hat den Anschlag auf den Polizeichef von Passau in Wien als "völlig neue Dimension" der Gewalt verurteilt. Auch dieser Fall zeige, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der EU im Sicherheitsbereich sei, meinte der CSU-Politiker nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Faymann im Bundeskanzleramt.
Faymann und Seehofer stellten im Hinblick auf EU-Fragen und hinsichtlich der Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise Übereinstimmung fest. Zu den Wünschen der deutschen Wirtschaft nach einer Steuersenkung mahnte Seehofer zur Geduld; es gebe in der Union einen Fahrplan, wie in diesen Fragen weiter vorzugehen sei. Faymann und Seehofer unterstrichen vor der Presse die gute Zusammenarbeit und Nachbarschaft zwischen Bayern und Österreich. Faymann erinnerte bei dieser Gelegenheit an den Ausspruch von Altbundeskanzler Kreisky: "Ich fahre nicht ins Ausland, sondern nach Bayern."
Seehofer wird im Rahmen seines eintägigen Österreich-Besuchs auch Vizekanzler und Finanzminister Pröll und Wirtschaftsminister Mitterlehner treffen. Der Besuch in Wien ist rund sechs Wochen nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten Bayerns sein erster Auslandsbesuch. (apa/red)
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