Montag, 15. Dezember 2008

Nach Flugzeugabsturz laufen Ermittlungen:
Ursache des tödlichen Unfalls unbekannt

  • Wrack bei Ruine Merkenstein im Wienerwald entdeckt
  • Identität des verunglückten Piloten noch nicht geklärt

Nach dem Flugzeugabsturz im Wienerwald im Bezirk Baden sind die Ermittlungen der Unfalluntersuchungsstelle des Bundes, Fachbereich Luftfahrt, zur Klärung der Ursache angelaufen. Bei dem Unglück war der Pilot ums Leben gekommen. Die Identität des Mannes stand vorerst noch nicht fest, hieß es auf Anfrage bei der NÖ Sicherheitsdirektion.

Die Piper Malibu hatte sich auf dem Weg aus England im Landeanflug nach Bad Vöslau befunden, als sie im Bereich des Lindkogels vom Radar verschwand. Die Unfallstelle war zunächst nicht bekannt, weshalb die Einsatzkräfte knapp zwei Stunden im dichten Nebel nach der einmotorigen Maschine suchten. Das Flugzeug wurde schließlich nahe der Ruine Merkenstein entdeckt. Die Einsatzkräfte hatten sich teils zu Fuß zur Unfallstelle vorkämpfen müssen. Für den Piloten kam jede Hilfe zu spät. Der Mann lag tot im Wrack der Maschine mit amerikanischer Zulassung.

Klärung der Unglücksursachen
Die Untersuchungen zur Klärung der Unglücksursache seien bereits aufgenommen worden, bestätigte Gerald Pöllmann, Leiter der Bundesanstalt für Verkehr.

Seitens der Ermittler wurde nicht ausgeschlossen, dass der Absturz mit der zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Gebiet herrschenden Witterung in Zusammenhang stehen könnte. Konkrete Anhaltspunkte dafür gebe es vorerst jedoch nicht, wurde betont. Der am Sonntag zur Suche nach der Piper u.a. ebenfalls alarmierte Notarzthubschrauber "Christophorus 3" hatte wegen des schlechten Flugwetters seinen Einsatz abbrechen müssen.
(apa/red)

15.12.2008 14:40