Mittwoch, 10. Dezember 2008

Grazer Tourengeher von Lawine getötet:
47-Jähriger war allein in Alpen unterwegs

  • Bergrettung konnte nur noch den Leichnam bergen
  • Hinterließ keine Informatione nüber Ziel und Route

Ein 47-jähriger Tourengeher hat zu Mariä Empfängnis in den obersteirischen Seckauer Alpen eine Lawine losgetreten und ist von ihr in den Tod gerissen worden. Der Grazer war allein unterwegs, weshalb erst am Abend, als er nicht heimkehrte, eine Vermisstenanzeige erstattet wurde. Die Bergrettung konnte nur noch die Leiche aus den Schneemassen bergen, so die Polizei.

Wie es von der Exekutive hieß, hatte der 47-Jährige seinen Eltern gegenüber erwähnt, eine Skitour zu machen. Er brach auf, ohne genaue Informationen über Ziel und Route zu hinterlassen. Als er nicht zurückkehrte und auch nicht meldete, ging sein Vater zur Polizei. Tags darauf entdeckten die Einsatzkräfte im Zuge der Suche das Auto des Vermissten in der Gaal (Bezirk Knittelfeld). Hinter der Windschutzscheibe lag ein Zettel: "Bin alleine unterwegs, in Richtung Pletzen".

Per Hubschrauber konnte die Exekutive dann einen Lawinenkegel in der Umgebung ausmachen, in den Skispuren hineinführten. Die Bergrettung stieß schließlich beim Durchkämmen des abgegangenen Schneebretts in etwa 1.900 Metern Seehöhe auf die Leiche des Grazers. Es handelt sich um den ersten Lawinentoten in der Steiermark in dieser Wintersaison. (apa/red)

10.12.2008 10:49