Neue Hürde für die Zogajs: Schülervisa für Arigonas Geschwister sind nicht möglich
- Betreuer Schörkhuber hofft auf "Weihnachtswunder"
- Arigona und Mutter Nurie dürfen vorerst noch bleiben

·Arigona-Helfer Friedl
kritisiert ÖVP schwer
Glaube an Familienzu-
sammenführung besteht
·Asyl: Visa für Zogaj-
Kinder abgelehnt
Betreuer von Albin und Albona: 'Reine Schikane'
Im Asylfall Zogaj gibt es eine neue "große Hürde" für die kosovarische Familie. Das berichtete der Betreuer der von der Abschiebung bedrohten 16-jährigen Arigona, Christian Schörkhuber von der Volkshilfe Oberösterreich. Nach der Rechtsauffassung der Fremdenpolizei könne es keine Schülervisa für ihre beiden kleinen Geschwister geben, da eine Übertragung der Obsorge aus dem Kosovo ans Ausland nicht möglich sei. Das Land Oberösterreich habe zu der Causa beim Innen- und Justizministerium Gutachten in Auftrag gegeben, so Schörkhuber.
Bereits Anfang Oktober waren die Schülervisa für Albin und Albona Zogaj von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck abgewiesen worden. Der Anwalt der Familie, Helmut Blum, hat nun neue, überarbeitete Anträge eingebracht. Bis zu einer Entscheidung können sechs Monate vergehen.
Arigona und ihre Mutter Nurie dürfen vorerst in Österreich bleiben, ihre gesundheitliche Verfassung macht eine Abschiebung derzeit unmöglich. Die Schule, die das Mädchen seit September besucht, sei eine willkommene Abwechslung, erklärte Schörkhuber. "Arigona hat neue Freunde gefunden." Am Heiligen Abend werden sie und ihre Mutter auf jeden Fall feiern. "Sie sind da sehr multikulturell", sagte der Betreuer, der auf ein "Weihnachtswunder" hofft. (apa/red)
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