Christian Petz´ Zeit im Palais Coburg geht zu Ende: 5-Sterne-Koch zieht den Hut
- "Hatte das Gefühl, dass gegen mich gearbeitet wird"
- Petz, seit 2003 im Coburg, scheidet nicht im Frieden
In den aktuellen Restaurantführern ist der Küchenchef des Restaurants im Wiener Palais Coburg zu absoluten Spitze des Landes vorgedrungen - mit fünf Sternen im Gourmetführer "A la Carte" und vier Hauben im "Gault Millau".
Aber während er in der Öffentlichkeit dafür gefeiert wurde, wusst Christian Petz selbst längst, dass seine Zeit im "Coburg" bald zu Ende gehen würde. Vergangene Woche akzeptierte das Management seine bereits vor Wochen eingereichte Kündigung. So viel steht fest: Petz, seit der Eröffnung im Jahr 2003 dabei, scheidet nicht im Frieden. "Ich hatte in letzter Zeit das Gefühl, dass gegen mich gearbeitet wird." Der Witzigmann-Schüler und Gründungschef des Restaurants "Meinl am Graben" wollte Veränderungen, "aber die habe ich leider nicht durchgebracht". Konkret ging es um Petz' Aufgaben im Haus: "Ich war für die Bistro-Küche, das Catering bei Weinverkostungen und das Marketing zuständig. Dadurch war ich mehr mit Administration als mit Kochen auf meinem Niveau beschäftdigt." Seine Forderung, sich nur noch um die Küche des Spitzenrestaurants kümmern zu müssen, wurde nicht erfüllt: "Da habe ich eben gesagt, das interessiert mich nicht mehr." Jetzt will Petz ein paar Monate sondieren statt sautieren - und dann wieder weiterkochen: "Ich bin meilenweit von einem Burn-out entfernt. Aber ob sich meine Ideen für eine absolute Spitzenküche in Zeiten wie diesen finanzieren lassen, ist derzeit natürlich völlig offen.
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