Zimt ist kein Wundermittel gegen Diabetes: Von Selbstmedikation wärmstens abgeraten
- Einnahme in größeren Mengen ist äußerst bedenklich
- Leberschäden & Tumore können negative Folgen sein

·Die Spanier haben's gern zuckersüß & fett
Mittelmeer-Diät liegt nicht
mehr im südlichen Trend
·Pizzeria statt Arzt: So
heilen Cardinale & Co.
Gewürze wirken gegen
böse Entzündungen
Zimt ist als Nahrungsergänzung für die Behandlung von Diabetes nicht geeignet. Zwar werben manche Hersteller damit, dass ihre Zimtpräparate den Blutzuckerspiegel senkten, doch die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) rät von einer therapiebegleitenden Einnahme ab.
Die blutzuckersenkende Wirkung von Zimt sei nicht eindeutig nachgewiesen, auch seien die Nebenwirkungen einer längerfristigen Einnahme nicht untersucht, betonen die Experten.
Eindeutige Studienergebnisse fehlen
Bisherige Studien erbrachten den Angaben zufolge kein eindeutiges Ergebnis. So habe Zimt zwar in Kombination mit Diät und Antidiabetika zu einer Blutzuckersenkung geführt, allerdings seien die Effekte unabhängig von der eingenommenen Zimtdosis gewesen. Eine weitere Studie lege den Schluss nahe, dass Zimt bei gleichzeitiger Therapie mit Antidiabetika deren blutzuckersenkende Wirkung noch verstärke. Eine dritte Studie habe hingegen keinen signifikanten Effekt von Zimt auf Blutzuckerspiegel, Insulin und Cholesterin festgestellt, erklären die Experten.
Achtung vor Unterzuckerung
Ohne einschätzbare Wirkung von Zimt riskierten Patienten eine Unterzuckerung, warnen die Fachleute. Auch die Unbedenklichkeit von Zimt sei bisher nicht geprüft. Mögliche Folgen einer längeren Anwendung könnten Leberschäden und Tumore sein. Neben der DDG rät auch die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft von Zimtprodukten als diätetisches Lebensmittel oder zur Regulierung des Stoffwechsels ab. (apa/red)
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