Weltweiter Einbruch für die Chipindustrie:
Zweistellige Rückgänge sind zu erwarten
- Branchenverband: Umsatz 2008 mit Minus von 28 %
- Halbleiter-Aufträge praktisch zum Erliegen gekommen

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Die Chipindustrie und ihre Zulieferer erleben Branchenvertretern zufolge derzeit weltweit einen drastischen Einbruch. Der Markt für Fertigungs- und Testgeräte werde 2008 um knapp 28 Prozent auf 31 Mrd. Dollar (24,6 Mrd. Euro) zurückgehen, teilte der Branchenverband SEMI mit. "Der Umsatz mit Chipausrüstung ist auf das Niveau von 2003 gefallen und wir rechnen auch für das kommende Jahr mit zweistelligen Rückgangsraten", erklärte Verbandschef Stanley Myers. Im nächsten Jahr werde das Segment um ein Fünftel schrumpfen.
Zugleich gehe die Auslastung der Werke derzeit stark zurück. Die Auftragsfertiger - sogenannte Foundries - verzeichneten derzeit das niedrigste Niveau seit 2002. Daran wird sich nach Einschätzung von SEMI auch im ersten Halbjahr 2009 nichts ändern. Die Ausgaben für Fabrikneubauten werde im kommenden Jahr um fast die Hälfte zurückgehen. Mit einer branchenweiten Erholung rechnet der Verband nicht vor 2010.
"Angesichts ständig schlechter Konjunkturnachrichten sind die Aufträge für Halbleiter praktisch zum Erliegen gekommen. Das führt in der gesamten Branche zu großer Angst und Verunsicherung", erklärte Analyst Dale Ford vom Marktforscher iSuppli. "Aus Sicht der Speicherchiphersteller kann 2008 nur als katastrophal bezeichnet werden."
So litten vor allem große Speicherchiphersteller wie Samsung, Toshiba und Hynix unter Umsatzdellen von bis zu 30 Prozent. Die Infineon-Tochter Qimonda ringt aufgrund des rapiden Preisverfalls in dem Segment ums Überleben. (apa/red)
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