Mittwoch, 3. Dezember 2008

NEWS-Redakteur Markus R. Leeb über seltsame Post-Lösungen: Trara, die Post war da.

Die Österreichische Post AG mit derzeit 23.045 Mitarbeitern in Österreich notiert an der Wiener Börse und gehört noch zu 51 Prozent der Staatsholding ÖIAG. Im operativen Geschäft muss sich die Post auf Konkurrenz einstellen, weil die Liberalisierung mit 1. Jänner 2011 das Briefmonopol aufhebt. Der Vorstand will sparen und den Konzern effizienter machen.

Als ineffizient wurde das Netz der 1.305 Postfilialen identifiziert. Gemeinsam mit der Wirtschaftskammer wurde als Lösung dieses Problems der Postpartner erfunden: Ein Lebensmittelhändler oder Apotheker installiert einen Postschalter in seinem Geschäft und bietet sämtliche Post- bis PSK-Dienstleistungen an. Ich persönlich freue mich eher über längere Öffnungszeiten und einen Postschalter, der am Samstag geöffnet ist.Vielleicht hat manch einer auch das Gefühl, dass er zwischen Obstabteilung und Wurstvitrine freundlicher bedient wird als früher.

Trotzdem spricht die Politik von einer Schließungswelle, die man stoppen muss. Zur Erörterung, warum dieses Thema kommunikativ derart versemmelt wird, meinte unlängst ein Post-Aufsichtsrat, dass der rot-schwarz besetzte Post-Vorstand wohl nicht so ganz gut miteinander kann. Hat es dazu eine Privatisierung gebraucht?

3.12.2008 16:34