Freitag, 5. Dezember 2008

Mutmaßungen über angeschlagene Bank:
Wird Kärntner Hypo jetzt auch verstaatlicht?

  • Androsch: "Ähnlichkeiten mit der Kommunalkredit"
  • Hypo Group Alpe Adria braucht 2,2 Milliarden Euro

Für die schwer angeschlagene Kärntner Hypo Bank wird nun auch eine Verstaatlichung nicht mehr ausgeschlossen, wie dies bereits bei der Kommunalkredit der Fall gewesen ist.

Es werde "nun erwogen, ob sich die Republik nicht ein Vorkaufsrecht sichern soll", schreibt der "Kurier", und in der "Presse" heißt es: "Diskutiert wird über eine Verstaatlichung."

Ähnlichkeiten mit der Kommunalkredit
Hannes Androsch, Aufsichtsrat-Vize der ÖIAG-Tochter FIMBAG, sieht gewisse Ähnlichkeiten mit der Kommunalkredit, die zum Preis von zwei Euro verstaatlicht wurde: "Wenn es einer Bank nicht gut geht, muss man sich andere Möglichkeiten überlegen." Ähnlich ÖVP-Finanzexperte Michael Ikrath zur "Presse": "Man muss beim Hilfspaket klar zwischen gesunden und verlustreichen Banken unterscheiden."

Zuvor hatte sich herausgestellt, dass die BayernLB-Tochter Hypo Group Alpe Adria statt 2,0 Milliarden Euro 2,2 Mrd. Euro braucht. Davon soll 700 Millionen Euro die BayernLB als Finanzspritze einschießen. Weitere 1,5 Mrd. Euro sollen aus dem Staatshilfe-Paket für heimische Banken kommen.

Der "Standard" rechnet vor, dass das Paket für die Kärntner Hypo inklusive einer von der Bank zu begebenden Milliarden-Anleihe fast 3 Mrd. Euro an Cash und Garantien schwer ist. Finanzreferent und Aufsichtskommissär Harald Dobernig kann sich eine Landeshaftung für die Anleihe der Hypo vorstellen.
(apa/red)

5.12.2008 21:57