Krise lässt China & USA zusammenrücken:
Peking stimmt flexiblerem Yuan-Kurs zu
- Einigung bei zweitätigem Wirtschaftsdialog erzielt
- USA & Europa kritisieren Pekings Wechselkurspolitik

·Amerikas Autoriesen
müssen weiter zittern
US-Kongress reagiert mit
Skepsis auf Hilfsgesuche
·Teure Geldspritzen mit Nebenwirkungen
EU-Kommission seziert das Bankenhilfspaket
China und die USA haben trotz aller Differenzen eine stärkere Zusammenarbeit in der Finanzkrise vereinbart. Die Gespräche seien "robust" und ehrlich verlaufen, sagte US-Finanzminister Henry Paulson zum Ende eines zweitägigen Wirtschaftsdialogs. Beide Seiten hätten in der strittigen Wechselkursfrage übereingestimmt, dass eine stärkere Flexibilität des chinesischen Yuan nötig sei. Paulson hatte sich zuvor mit führenden Politikern der Volksrepublik getroffen, darunter Vize-Ministerpräsident Wang Qishan.
Bei dem halbjährlichen Treffen unterstrich die US-Regierung die Bedeutung eines marktorientierten Yuan und einer Stärkung der chinesischen Binnennachfrage. Dies würde zur Erholung der Weltwirtschaft beitragen, sagte Paulson. Die chinesische Notenbank hatte den Yuan zu Wochenbeginn leicht gegenüber dem Dollar an Wert verlieren lassen. Einige Volkswirte werteten diesen Schritt als Warnung an die Regierung in Washington und besonders an den künftigen Präsidenten Barack Obama, wegen der strauchelnden chinesischen Exporteure nicht zu viel Druck in der Wechselkurspolitik auszuüben.
Die USA und Europa werfen China seit langem vor, den Wechselkurs der Landeswährung zu drücken, um sich Vorteile im Export zu verschaffen. China hatte im Juli 2005 die Anbindung an den Dollar aufgegeben.
(apa/red)
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