Finanzielles Debakel in Thailand droht jetzt:
Proteste treffen den wirtschaftlichen Nerv
- Schaden übertrifft noch Auswirkungen des Tsunami
- Vor allem Tourismus und Exportwirtschaft betroffen

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Thailands Wirtschaft leidet massiv unter den jüngsten Unruhen. In den thailändischen Zeitungen wird davon gesprochen, dass der finanzielle Schaden "so schlimm ist, wie der Tsunami und SARS zusammen", sagte der österreichische Handelsdelegierte in Bangkok, Gustav Gressel. Von den Folgen der Unruhen sind nicht nur der Tourismus, sondern auch die Exportwirtschaft betroffen.
Die Unternehmer sind "sehr froh", dass sich die Lage normalisiert habe, sagte Gressel. Denn zahlreiche thailändische Güter werden mit dem Flieger außer Landes gebracht. Wegen der Flughafen-Blockade habe es Probleme gegeben, Orchideen, Shrimps oder tropische Früchte zu transportieren, so der Handelsdelegierte. Beim Export von Reis hingegen seien keine Zwischenfälle aufgetreten, da dieser per Schiff außer Landes gebracht werde. Auch die österreichischen Unternehmen, die in Thailand angesiedelt sind, "haben Probleme bekommen".
Kurzfristig negative Folgen
"Eine Krise wie diese schadet dem Land, der Wirtschaft und auch dem Tourismus", sagte der österreichische Botschafter in Bangkok, Arno Riedel. Die Unruhen werden zwar "keinen nachhaltigen Schaden" für den Tourismus haben, kurzfristig negative Auswirkungen erwartet er aber schon. Gressel dazu: "Wenn Sie jetzt in ein Restaurant in Bangkok gehen, sitzen zwei Leute drinnen".
Die ersten Schäden für den thailändischen Tourismus seien bereits Ende August entstanden. Damals hatten Regierungsgegner die Flughäfen von Krabi, Phuket und Hat Yai zur vorübergehenden Schließung gezwungen. Im September reisten daraufhin 16,5 Prozent weniger Gäste als im Vergleichsmonat 2007 an. Die Hotels verzeichneten einen Auslastungsrückgang von mehr als Prozent.
(apa/red)
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