Samstag, 6. Dezember 2008

Nach Niederlagen im UEFA-Cup: Schalke
und Hertha kämpfen um Wiedergutmachung

  • Bremen im Duell der Krisenvereine gegen Karlsruhe
  • Fuchs will mit Bochum lange Negativserie beenden

Im Schatten des großen Schlagers zwischen dem FC Bayern und Hoffenheim kämpfen Schalke 04 und Hertha BSC heute im direkten Duell in Gelsenkirchen um Wiedergutmachung für die jüngsten UEFA-Cup-Niederlagen. Während es für die im Moment drittplatzierten Berliner wenigstens in der deutschen Fußball-Bundesliga gut läuft, befinden sich die "Königsblauen" auch in der heimischen Meisterschaft im Sinkflug und haben fünf der jüngsten sechs Pflichtspiele verloren.

Damit finden sich Trainer Fred Rutten und Manager Andreas Müller in der arbeitsplatzgefährdenden Zone wieder. Doch Schalke-Clubchef Josef Schnusenberg sieht trotz jüngster Misserfolge null Handlungsbedarf. "Es gibt überhaupt keine Veranlassung, darüber nachzudenken."

Eine nachhaltige Absicherung können wohl nur Schalker Erfolge gegen Hertha BSC und dann auswärts gegen Hoffenheim bringen. Doch auch andernorts sind die aktuellen Voraussetzungen ungünstig. Beispiel Werder Bremen: Vor einem Jahr betrug der Rückstand auf den damaligen Tabellenführer Bayern München auf Rang zwei nur einen Zähler, jetzt dümpelt Werder als Siebenter vor sich hin.

Prödl wohl nur Ersatz
Beim gastgebenden Bremer Gegner Karlsruhe (Sebastian Prödl wird dieses Match wohl von der Ersatzbank aus sehen) ist der Absturz noch viel heftiger. Nach der 15. Runde 2007/2008 waren die Badener als Aufsteiger Tabellenfünfter, jetzt ziert der KSC nach neun Partien ohne Sieg das Ende. Noch länger (zwölf) ist die Negativ-Serie beim VfL Bochum, der mit ÖFB-Teamspieler Christian Fuchs bei Eintracht Frankfurt (ohne den verletzten Ümit Korkmaz) antreten muss. Dem VfL gelang der bisher letzte Pflichtspielerfolg am 14. September beim 2:0 gegen Bielefeld.

Doch die Trainer Marcel Koller in Bochum, Edmund Becker beim KSC oder Bojan Prasnikar von Energie Cottbus, das gegen den VfB Stuttgart nach dem zweiten Saison-Heimerfolg strebt, müssen mit deutlich weniger Argwohn auf ihre Vorgesetzten schauen als andere Betreuer zu anderen Zeiten. (apa/red)

6.12.2008 07:38