Bei Spartak Moskau auf dem Abstellgleis: Stranzl will klärendes Gespräch mit Laudrup
- ÖFB-Teamverteidiger seit Wochen nur Reservist
- Legionär: "Aber ich werde weiterhin Gas geben"

Für Martin Stranzl sind bei seinem Club Spartak Moskau harte Zeiten angebrochen. Der Innenverteidiger wurde zuletzt vom dänischen Coach Michael Laudrup nicht mehr berücksichtigt und will nun in den kommenden Tagen ein klärendes Gespräch führen.
Kurz nach dem Amtsantritt von Laudrup Anfang September zählte Stranzl zwar noch zum Stammpersonal, spätestens seit seiner Mitte Oktober gegen Serbien erlittenen Muskelquetschung im Oberschenkel und der damit verbundenen Zwangspause von zehn Tagen fristet der Burgenländer jedoch ein Reservistendasein in der russischen Hauptstadt. "Ich werde aber auf jeden Fall im Training weiter Gas geben", versprach Stranzl.
Neue Konkurrenz wartet
Positive Einstellung allein wird allerdings für die Rückeroberung des Stammplatzes wohl nicht reichen, wie auch der Abwehrspieler weiß. "Der Trainer hat gesagt, im Winter sollen neue Spieler kommen. Jetzt muss man einmal abwarten, ob oder wie viele Neue wirklich kommen, und dann muss man für beide Seiten eine Lösung finden. Klar ist, dass ich unbedingt spielen will", sagte Stranzl, der seinen Vertrag mit Spartak wenige Wochen vor der Verpflichtung von Laudrup bis Jahresende 2011 verlängert hatte.
Bei der 1:2-Heimniederlage von Spartak in der UEFA-Cup-Gruppenphase gegen NEC Nijmegen stand der 28-Jährige nicht im Kader der Russen, sondern befand sich auf der Heimreise ins Burgenland, wo er aus privaten Gründen bis Sonntag bleibt. Danach absolviert Stranzl mit dem Hauptstadt-Club noch einige Trainingstage bis zum abschließenden UEFA-Cup-Match am 18. Dezember auswärts gegen Tottenham Hotspur. Das erste Vorbereitungstraining auf die Saison 2009 ist bei Spartak am 14. Jänner angesetzt.
(apa/red)
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