"Es ist das alles für mich nicht so schön":
Ibertsberger patzte bei den Bayern schwer
- Hoffenheimer verschuldete entscheidendes Gegentor
- Klinsmann genoss glücklichen Erfolg in vollen Zügen

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Bayern-Manager sinniert
über Gomez-Verpflichtung
·Tabelle: Deutsche Bundesliga 2011/12
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Hoffenheims ÖFB-Teamspieler Andreas Ibertsberger ist bewusst, dass er Bayern-Stürmer Luca Toni im Spitzenspiel der deutschen Fußball-Bundesliga mit einer missglückten Grätsche das entscheidende Tor serviert hat. In der 92. Minute war der Ball nach einem Zweikampf des Österreichers mit Miroslav Klose dem italienischen Stürmer in den Lauf gekullert, dieser brauchte im Duell des Rekordmeisters mit dem Sensationsaufsteiger aus Hoffenheim nur zum 2:1-Endstand einzuschieben.
"Es war eine blöde Situation", berichtete Ibertsberger. "Ich wollte den Ball wegbringen und dachte, dass in der Mitte noch ein Innenverteidiger steht. Nach außen zu spielen wäre nicht so leicht möglich gewesen. Ich habe gedacht, dass ich die bessere Variante gewählt habe. Es ist das alles für mich selbst nicht so schön." An den Saisonzielen der Hoffenheimer, die die Tabelle weiter anführen, habe sich jedoch nichts geändert. "Sicher werden wir versuchen, vorne zu bleiben", sagte Ibertsberger.
Das Spiel der beiden Spitzenmannschaft hatte alle Erwartungen erfüllt. Vedad Ibisevic hatte Hoffenheim in der 49. Minute in Führung gebracht, Philipp Lahm glich nach einer Stunde aus. Hoffenheim war über die gesamte Spielzeit mindestens ebenbürtig. "Das Spiel ist unglücklich verlaufen", meinte Ibertsberger. "Die Bayern haben wie immer zum Schluss noch einmal zugeschlagen, sie haben von unseren Fehlern profitiert."
Sorgte Bayern-Gen für Erfolg?
Bayern war mit viel Einsatz um mehr Ballbesitz bemüht, die lauffreudigen Hoffenheimer schalteten schnell um und waren immer brandgefährlich. Ob es dann am Ende die Kraft, die Erfahrung oder einfach nur das Bayern-Gen war, das dem Rekordmeister zum Sieg verhalf, vermochte niemand wirklich zu sagen. "Wir hätten nicht viel besser spielen können in dieser Konstellation. Ich bin relativ sicher, wenn das Spiel morgen noch mal gespielt werden würde, wäre bei unserer Mannschaft einiges an Fortschritten erkennbar", sagte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick.
Ob der Hoffenheimer Höhenflug durch diese bittere Niederlage gestoppt oder nur unterbrochen ist, bleibt abzuwarten. Erst einmal geht es in einer Woche im Fernduell um die Herbstmeisterschaft. Die beiden Kontrahenten sind punktegleich, Hoffenheim weist aber noch das um vier Treffer bessere Torverhältnis auf. "Es wäre schön, aber am wichtigsten ist es, nach der 34. Runde die Schale in die Luft halten zu können", sagte Bayern-Kapitän Mark van Bommel und Rangnick geht es ohnehin vielmehr um "Fortschritte der Mannschaft" als um die Winterkrone.
Klinsmann gibt sich emotional
Während Rangnick nach dem Schlusspfiff schnell den Weg in die Katakomben suchte, feierte Bayern-Coach Jürgen Klinsmann mit den Spielern auf dem Rasen. "Wenn man so ein Spiel, das so oder so hätte ausgehen können, in der letzten Minute gewinnt, dann bricht alles aus einem heraus, da genießt man so einen Moment", schilderte der 44-Jährige seine Gefühlslage. Der zufriedenste Mann auf dem Platz aber war Toni, der vor seinem Siegestor noch reihenweise Chancen vergeben hatte. "Ich bin wirklich glücklich, dass ich das Tor in der Nachspielzeit gemacht habe. Sonst wäre ich nämlich schuld daran gewesen, dass wir nur 1:1 gespielt hätten", gestand der 31-Jährige.
(apa/red)
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