34 der 40 Vereine haben noch Chancen: Der UEFA-Cup wird zu einer spannenden Sache
- Man City, AC Milan, St. Etienne und ZSKA Moskau fix
- Drei Vereine mit Österreichern dürfen noch hoffen
"20 aus 34" ist keine neues Lotto-Spiel, sondern die aktuelle Aufstiegsformel im Fußball-UEFA-Cup. Vor der vierten und vorletzten Runde der Gruppen-Phase, die heute und Donnerstag ausgetragen wird, besitzen in den acht Fünfer-Pools noch 34 der 40 Vereine mehr oder weniger Chancen auf einen der 20 noch zu vergebenden Startplätze für das Sechzehntelfinale.
Vor dieser Runde und dem Jahreskehraus am 17./18. Dezember (fünfte Gruppen-Runde) sind nur Manchester City (Pool A), AC Milan (E), AS St. Etienne (G) und ZSKA Moskau (H) aller Sorgen ledig und in der Runde der letzten 32 (Spieltermine 18./19. bzw. 26. Februar) fix dabei. Nur für Partizan Belgrad (C) und Feyenoord Rotterdam (H) führt kein Weg mehr zur Auslosung am 19. Dezember in Nyon. Das Duo ist nach drei Partien ohne Punkt und damit chancenlos.
Fix im Lostopf sind neben ManCity, Milan, St. Etienne und ZSKA mit Schachtjor Donezk, Aalborg BK und UEFA-Cup-Titelverteidiger Zenit St. Petersburg auch schon drei der acht Dritten der Champions League, die in den zweiten Europacup-Bewerb wechseln dürfen, deren Endstation Sehnsucht das Finale am 20. Mai im Istanbuler Sükrü-Saracoglu-Stadion ist. Vom Bosporus bzw. vorerst vom Aufstieg in die Runde der letzten 32 träumen dürfen noch drei Österreicher-Vereine
Drei Österreicher dürfen hoffen
Dies tut einmal im Pool A Twente Enschede, der Arbeitgeber von Marco Arnautovic, daheim gegen FC Schalke. Der Neo-ÖFB-Teamspieler, der am Wochenende das Siegestor gegen ADO Den Haag geschossen hat, wird mithelfen, im dritten Spiel den zweiten Sieg einzufahren bzw. den Aufstieg zu fixieren.
Die Niederländer haben ein 1:0 zu Hause (ab 88. Minute mit Arnautovic) gegen Racing Santander und ein 2:3 in Manchester (bis zur 82. Minute mit Arnautovic) zu Buche stehen. Die zweitplatzierten Deutschen, deren Trainer Fred Rutten einst für Twente spielte und dort auch Trainer war, bangen um ihren Abwehrchef Marcelo Bordon (Hüfte).
Stranzl zuletzt nur Zuschauer
Martin Stranzls Spartak Moskau hat ebenfalls NEC Nijmegen (mit dem polnischen Ex-Austria-Legionär Arkadiusz Radomski) zu Gast und genau die gleich Ausgangsposition wie Twente. Auch die Russen sind Tabellendritter, haben bisher einmal gewonnen (1:0 in Zagreb gegen Dinamo) und einmal verloren (1:2 zu Hause gegen Udinese). Während die Moskauer mit einem Dreier durch wären, stehen die Niederländer mit null Punkten unter Erfolgszwang. Stranzl saß sowohl gegen Udinese als auch gegen Dinamo auf der Ersatzbank.
Ebenfalls Dritter ist der SC Braga von Roland Linz vor dem Auftritt in Heerenveen, wo der Wiener Fritz Stuchlik pfeift. Die Portugiesen haben in Gruppe E auch drei Punkte (3:0 gegen FC Portsmouth) stehen, aber schon drei Partien absolviert. Doch nach dem 0:1 auswärts gegen den AC Milan und dem 2:3 gegen den VfL Wolfsburg muss in ihrem letzten Spiel unbedingt ein voller Erfolg her.
Linz mit kleinen Chancen
Erreichen die "Wölfe" gleichzeitig vor eigenem Publikum gegen die Engländer ein Remis, wären Linz und Co. mit einem Dreipunkter wie die diesmal spielfreien Mailänder auch noch im Frühjahr im Bewerb. Linz war gegen Portsmouth und Milan nicht im Kader und durfte zuletzt gegen die Wolfsburger ab der 71. Minute spielen.
FC Sevilla und Lech Posen, die in der Qualifikation Red Bull Salzburg bzw. Austria Wien eliminiert haben, bestreiten Heimspiele. Die vierplatzierten Südspanier sollten in der spannenden Gruppe A das punktlose Schlusslicht Partizan Belgrad besiegen. Die Polen werden es im Pool H ebenfalls als Vierte schwerer haben, gegen Deportivo La Coruna den ersten Gruppen-Sieg zu landen.
(apa/red)

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