Svindal verhindert einen ÖSV-Doppelsieg:
Ski-Ass gewinnt Super-G vor Hermann Maier
- Walchhofer sorgt als Dritter für tolles ÖSV-Ergebnis
- Abfahrt der Damen in Lake Louise wurde abgesagt

·"Raubvogel" Svindal
wieder ganz der Alte
Norweger überwindet in
Beaver Creek Schicksal
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Der Norweger Aksel Lund Svindal hat 24 Stunden nach der Abfahrt in Beaver Creek auch den Super-G gewonnen und so auf seiner Vorjahres-Unglückspiste das Comeback-Märchen perfekt gemacht. Hinter dem Norweger rasten mit Herrmann Maier und Michael Walchhofer zwei Österreicher auf das Podium.
Dass er an seinem 36. Geburtstag nun gar nach der Weltcupführung greifen könnte, kostetet Maier aber nur ein Lächeln. "Meine Disziplinen sind Abfahrt und Super-G. Sensationell, wie gut es da funktioniert", freute sich der Salzburger darüber, dass er mit Platz zwei auf der anspruchsvollen Raubvogelpiste seinen Comebacksieg am vergangenen Sonntag in Lake Louise bestätigt hatte. Dabei war Maier zwei Wochen davor vermeintlich nur zum Training nach Nordamerika geflogen. "Unglaublich, was insgesamt dabei rausgekommen ist. Besser hätte man es fast nicht machen können", gab sich Maier stolz.
Von "Überflieger" Svindal geschlagen worden zu sein, kratzte den Flachauer nicht im Geringsten. "Ich bin ein stolzer Zweiter. Der, der vor mir ist, ist der einzige, der in punkto Seriensieger mein Nachfolger werden kann", verneigte sich Maier erneut vor dem 25-jährigen Norweger. Der nun alleinige Weltcupführer Svindal bedankte sich artig. "Hermann ist eine der größten Legenden im Rennsport. Ich muss Danke sagen, aber dieser Platz ist noch weit in der Zukunft. Es wird aber noch lange dauern, bis ich vielleicht sein Nachfolger bin."
Für Gruber wäre mehr drin gewesen
Dass Svindal auch im Super-G nicht unschlagbar gewesen wäre, zeigte u.a. Christoph Gruber. Der Österreicher war im oberen Teil klar schneller als der Norweger, machte dann aber zwei grobe Fahrfehler und wurde nur 16. Der Super-G war einmal mehr ähnlich einer Abfahrt gesetzt, gesteckt wurde der Kurs diesmal von einem Trainer aus dem kanadischen Team.
Obwohl seit dieser Saison die Jury die Setzung der Super-G kontrolliert, war vielen Fahrern auch der steile Kurs in Beaver Creek viel zu schnell. Der Schweizer Cornel Züger erlitt bei einem brutalen Sturz eine Gehirnerschütterung. Benjamin Raich, der als starker 7. drittbester Österreicher geworden war, erklärte: "Viel zu schnell".
Ein eigenes Kapitel schrieb einmal mehr Bode Miller. Der US-Star hatte auch nach seinem wilden Abfahrtssturz nicht auf den täglichen Besuch in seiner Lieblingsbar "Coyote" verzichtet und musste im Super-G neuerlich auf den Hosenboden. Miller erfing sich aber wieder und wurde noch unglaublicher 14.
Damen-Abfahrt abgesagt
Nicht zum Einsatz kamen am Samstag die Ski-Damen: Schneefall hat zur Absage der zweiten Weltcup-Abfahrt der Damen in Lake Louise geführt. Nach insgesamt drei halbstündigen Verschiebungen gab FIS-Renndirektor Atle Skaardal bekannt, dass das Rennen nicht stattfinden kann.
Bis zur ursprünglich vorgesehenen Startzeit hatte es intensiv geschneit. Die Pistenkommandos arbeiteten deshalb auf Hochtouren, um das Rennen noch zu retten, doch die Mühen waren vergeblich, denn es setzte erneut Schneefall ein. Wo und wann die ausgefallene Abfahrt nachgeholt wird, ist vorläufig noch offen.
| Ergebnis Super-G | ||||
| 1. | Aksel Lund Svindal | NOR | 1:13,05 Min. | |
| 2. | Hermann Maier | AUT | 1:13,50 | +0,45 Sek. |
| 3. | Michael Walchhofer | AUT | 1:13,63 | +0,58 |
| 4. | Christof Innerhofer | ITA | 1:13,74 | +0,69 |
| 5. | Didier Defago | SUI | 1:13,76 | +0,71 |
| 6. | John Kucera | CAN | 1:13,80 | +0,75 |
| 7. | Benjamin Raich | AUT | 1:13,90 | +0,85 |
| 7. | Ted Ligety | USA | 1:13,90 | +0,85 |
| 9. | Ales Gorza | SLO | 1:13,97 | +0,92 |
| 10. | Hannes Reichelt | AUT | 1:13,98 | +0,93 |
| 11. | Georg Streitberger | AUT | 1:14,01 | +0,96 |
| 12. | Peter Fill | ITA | 1:14,04 | +0,99 |
| 13. | Erik Guay | CAN | 1:14,09 | +1,04 |
| 14. | Bode Miller | USA | 1:14,29 | +1,24 |
| 15. | Ivica Kostelic | CRO | 1:14,33 | +1,28 |
| 16. | Christoph Gruber | AUT | 1:14,38 | +1,33 |
| 16. | Tobias Grünenfelder | SUI | 1:14,38 | +1,33 |
| 18. | Marc Berthod | SUI | 1:14,41 | +1,36 |
| 19. | Kjetil Jansrud | NOR | 1:14,46 | +1,41 |
| 20. | Marco Büchel | LIE | 1:14,49 | +1,44 |
| 21. | Peter Strodl | GER | 1:14,61 | +1,56 |
| 22. | Marco Sullivan | USA | 1:14,65 | +1,60 |
| 23. | Ambrosi Hoffmann | SUI | 1:14,67 | +1,62 |
| 24. | Scott Macartney | USA | 1:14,69 | +1,64 |
| 25. | Steven Nyman | USA | 1:14,78 | +1,73 |
| 26. | Thomas Lanning | USA | 1:14,85 | +1,80 |
| 27. | Adrien Theaux | FRA | 1:14,86 | +1,81 |
| 27. | Olivier Brand | SUI | 1:14,86 | +1,81 |
| 29. | Andrej Sporn | SLO | 1:14,91 | +1,86 |
| 30. | Stephan Keppler | GER | 1:14,92 | +1,87 |
| Weiter: | ||||
| 34. | Stephan Görgl | AUT | 1:15,13 | +2,08 |
| 38. | Klaus Kröll | AUT | 1:15,21 | +2,16 |
(apa/red)
