Telefonscherz mit verheerenden Folgen: Pakistan und Indien am Rande eines Krieges
- Anrufer gab sich als indischer Außenminister aus
- Pakistan ließ präventiv Kampfflugzeuge aufsteigen
Erst US-Außenministerin Rice konnte Wogen glätten
·Mumbai: Nicht alle Attentäter gefasst
War Pakistanische Armee an Anschlägen beteiligt?
·Afghanistan nähert sich Pakistan an
Treffen von Karzai und Zardari in Istanbul

Ein Scherzanruf hat die beiden Atommächte Indien und Pakistan nach Medienberichten für kurze Zeit näher an den Rand eines Krieges gebracht. Ein Anrufer, der sich als der indische Außenminister Pranab Mukherjee ausgab, habe den pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari angerufen und ihn gewarnt, Indien werde zu militärischen Mitteln greifen, wenn Pakistan nicht die Hintermänner der Terroranschläge von Bombay ausliefere, berichteten pakistanische Medien.
Wie die Zeitung "Dawn" berichtete, begannen in Pakistan dann sofort hektische Aktivitäten. Die pakistanische Luftwaffe wurde in Alarmbereitschaft versetzt, Kampfjets flogen mit scharfer Munition schützend über Islamabad und US-Außenministerin Condoleezza Rice wurde über die "gefährliche Lage" informiert.
Erst als Rice mitten in der Nacht den indischen Außenminister Mukherjee anrief und dieser bestritt, der Anrufer gewesen zu sein, begann sich die Lage langsam wieder zu beruhigen, berichtete "Dawn". Es habe jedoch noch mehrere Stunden intensiver internationaler Bemühungen bedurft, um die Situation endgültig zu bereinigen. Nun werde mit aller Energie nach dem Anrufer gesucht.
Nach den Anschlägen von Bombay mit mehr als 170 Toten war es zu wachsenden Spannungen zwischen Neu Delhi und Islamabad gekommen, da von indischer Seite immer wieder betont wurde, die Attentäter hätten Verbindungen nach Pakistan gehabt. (apa/red)
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