Mexikos Drogenkrieg gerät außer Kontrolle:
Weitere 30 Menschen ermordet aufgefunden
- Gewalttaten in Bundesstaaten Sinaola & Chihuahua
- Unter Todesopfern waren zahlreiche Jugendliche

·Gefängnismeuterei
fordert 21 Todesopfer
Bei Aufstand in Mexiko
brach tödliches Feuer aus
·Mexiko: Anschlag am Unabhängigkeitstag
Mindestens 8 Leute tot, über 100 wurden verletzt
·24 gefesselte Leichen
in Mexiko gefunden
Polizei in Mexiko-Stadt vor ungelösten Rätseln
Dem erbittert geführten Drogenkrieg in Mexiko sind 30 weitere Menschen zum Opfer gefallen. Im nordwestlichen Bundesstaat Sinaola wurde nach Behördenangaben ein Bus mit 13 gefesselten Leichen gefunden. Die meisten der von Kugeln durchlöcherten Toten seien Jugendliche gewesen, sagte ein lokaler Behördenvertreter. In Chihuahua an der Grenze zu den USA wurden insgesamt 17 Menschen getötet, davon allein sechs in der Grenzstadt Ciudad Juarez.
In Chihuahua wurden fünf Mitglieder einer Drogenbande von einem Fahrzeug mit Bewaffneten in die Enge getrieben und von Kugeln förmlich durchsiebt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Ein Polizeiermittler wurde in einen Hinterhalt gelockt, er wurde mit mindestens 60 Schusswunden in seinem Fahrzeug entdeckt. Der Gewalt im Zusammenhang mit dem Drogenschmuggel in Mexiko sind seit Jahresbeginn mehr als 4500 Menschen zum Opfer gefallen.
Neues Massaker
Unbekannte haben in der nordmexikanischen Großstadt Chihuahua bei einem neuen Massaker fünf Menschen an helllichtem Tage auf offener Straße umgebracht. Die Täter hätten zwei Autos, in denen die Opfer unterwegs waren, gestoppt, die Insassen herausgezerrt, an eine Wand gestellt und aus nächster Nähe erschossen. Das berichteten mexikanische Medien am Freitag unter Berufung auf die Polizei des gleichnamigen Bundesstaates an der Grenze zu den USA. Niemand bekannte sich zu der Tat vom Vortag.
Vor allem im Norden Mexikos tobt seit Monaten ein gnadenloser Kampf zwischen verschiedenen Verbrecherbanden, dem seit Jahresbeginn schon mehr als 5.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Dabei geht es vor allem um die Kontrolle über den Drogenschmuggel. Nur Stunden vor dem Massaker in Chihuahua waren im benachbarten Bundesstaat Sinaloa 13 Mordopfer gefunden worden. Sie waren auf dem Bauch liegend und mit den Händen auf dem Rücken gefesselt auf einem Feldweg entdeckt worden. Die Täter hätten sie mit Kalaschnikow-Gewehren erschossen, teilte die Polizei mit.
(apa/red)
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