Pakistan verspricht 'entschlossene Aktion':
Terroristen sollen ausgeforscht werden
- Staatspräsident Zardari gibt Rice eine klare Zusage
- "Pakistans Territorium nicht für Terrorangriffe nutzen"

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Im Falle einer pakistanischen Beteiligung an dem Terrordrama von Bombay (Mumbai) hat der pakistanische Präsident Zardari die Verfolgung der Hintermänner zugesagt. Nach einem Treffen mit US-Außenministerin Rice am Donnerstag in Islamabad sagte Zardari: "Die Regierung wird die Ermittlungen nicht nur unterstützen, sondern gegen jedwede an den Angriffen beteiligten pakistanischen Elemente vorgehen."
Pakistan sei fest entschlossen sicherzustellen, "dass sein Territorium nicht für Terrorangriffe genutzt wird", so Zardari. Rice lobte die pakistanischen Bemühungen bei der Aufklärung der Terroranschläge in Bombay. Die pakistanische Führung bringe sich "engagiert und zielführend" in die Untersuchungen ein, sagte Rice nach Gesprächen mit Staatschef Zardari, Premierminister Gillani und hochrangigen Armeevertretern in Islamabad.
Bisher 188 Tote
Bei einer Anschlagsserie auf mehrere Ziele in der Finanzmetropole Bombay waren in der vergangenen Woche nach vorläufigen amtlichen Angaben 188 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt worden. Die indischen Ermittlungsbehörden identifizierten nach eigenen Angaben zwei bekannte pakistanische Extremisten als Drahtzieher der tödlichen Anschläge von Bombay.
Die zwei pakistanischen Führer der Terrororganisation Lashkar-e-Taiba, Zaki-ur-Rehman und Yusuf Muzammil, sollen sich demnach in Pakistan aufhalten und von dort aus bisher Einsätze in Pakistan und der mehrheitlich von Indien kontrollierten Region Kaschmir befehligt haben. Der einzige Überlebende der zehn Attentäter erklärte der Polizei, Lakhvi habe ihn angeheuert. Zudem hätten die Attentäter während des Angriffs mit Muzammil in telefonischer Verbindung gestanden.
Alarm bei Flughäfen
Nach Terrorwarnungen wurden indes die internationalen Flughäfen in Neu Delhi, Madras und Bangalore in Alarmbereitschaft versetzt. In einem Mülleimer vor einem Krankenhaus wurde eine nicht explodierte Granate gefunden, die dort offenbar von den Attentätern deponiert worden war. Erst am Mittwoch hatte die Polizei im wichtigsten Bahnhof der Stadt noch zwei Bomben entdeckt.
(apa/red)
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