Indiens Geheimdienst gerät in Bedrängnis:
Wussten Behörden vorab von Anschlägen?
- Terrorplanung soll schon seit September bekannt sein
- Neuerlicher Bombenanschlag auf Zug fordert 2 Tote

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Bombay oder Mumbai - das ist hier die Frage
Der indische Geheimdienst soll schon im September über Planungen für Terroranschläge in Mumbai Bescheid gewusst haben. Die Informationen über mögliche Angriffe durch Attentäter aus Pakistan sind laut einem Gewährsmann an die Sicherheitsbehörden weitergegeben worden. Indes sind bei einem Bombenanschlag auf einen Zug zwei Menschen getötet worden.
Die Regierung ist wegen möglicher Versäumnisse im Zusammenhang mit der Terrorwelle in die Kritik geraten. Zu dem Terrorkommando, das die Finanzmetropole 60 Stunden lang in Atem hielt, sollen lediglich zehn Attentäter gehört haben. Den Sicherheitskräften wird vorgeworfen, völlig unvorbereitet gewesen zu sein. Innenminister Patil reichte bereits seinen Rücktritt ein.
Ministerpräsident beratschlagt über Konsequenzen
Ministerpräsident Singh will sich mit seinen wichtigsten Sicherheitsberatern treffen, um über mögliche Fehler der Behörden und Konsequenzen für die Zukunft zu beraten. Den Angriffen fielen vergangene Woche 172 Menschen zum Opfer, 239 weitere wurden verletzt.
Indes sind bei einem Bombenanschlag auf einen Zug im Nordosten von Indien am Dienstag mindestens zwei Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden. Der Sprengsatz ist laut Behördenangaben am Morgen in einem der Wagen explodiert, nachdem der Zug den Bahnhof von Diphu erreicht haber. Der Ort des Anschlags liegt etwa 300 Kilometer südlich von Gauhati, der Hauptstadt des indischen Unionsstaates Assam. Dort kämpfen Separatisten seit etwa fünf Jahren für Autonomie.
(apa/red)
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