Hat Pröll die SPÖ über den Tisch gezogen?
ÖVP klarer Gewinner bei Ressortverteilung
- Für 40 Prozent hat die ÖVP bei Ämtern die Nase vorn
- Inhaltlich hat sich aber die SPÖ besser durchgesetzt
UMFRAGE: Wurde die SPÖ über den Tisch gezogen?

·UMFRAGE: Wer ist Verhandlungssieger?
Hat die ÖVP Faymann über den Tisch gezogen?
·GRAFIK: Einstellung zur Ressortverteilung
Für 40 % bekam die ÖVP die wichtigen Ressorts
Wer bei der Ressortverteilung in der neuen Bundesregierung als Sieger hervorgegangen ist, steht für die Österreicher ziemlich eindeutig fest: 40 Prozent sind der Ansicht, dass die ÖVP die wichtigeren Positionen ergattert hat, acht Prozent sehen die SPÖ als Gewinner im Rennen um Regierungsämter. 39 Prozent halten die Einigung für fair. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Linzer "market"-Instituts, das am Donnerstag veröffentlicht wurde.
Bei der Frage, wer sich inhaltlich besser durchgesetzt hat, schnitt die SPÖ in den Augen der Befragten etwas besser ab als bei der Postenvergabe: 16 Prozent sehen rote Handschrift, 31 Prozent schwarze. Für 37 Prozent endeten die Verhandlungen unentschieden. Knapp zwei Drittel fanden, die Verhandlungen seien ausreichend schnell über die Bühne gegangen, 28 Prozent hätten sich mehr Tempo gewünscht.
Die Meinungsforscher haben am 25. November - zwei Tage nach der Einigung auf die rot-schwarze Koalition - 400 Österreicher über 18 Jahren repräsentativ telefonisch befragt. 26 Prozent zeigten sich mit der neuen Regierung "sehr zufrieden" oder "auch noch zufrieden", ebenso viele unzufrieden. 39 Prozent antworteten diplomatisch mit "es geht".
Die Bewältigung der Wirtschaftskrise trauen der Regierung aber nur 31 Prozent der Befragten zu. 55 Prozent meinen, dass sie das Problem nicht in den Griff bekommen wird.
(apa/red)
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