Großes Interesse an "Neuer Mittelschule": Verdreifachung auf 210 Standorte erwartet
- Einreichungen aus allen neun Bundesländern
- Bildungsministerin bewertete die Entwicklung positiv

·Rund 40.000 Schüler bleiben jährlich sitzen
Ein Großteil scheitert an der neunten Schulstufe
·Schulpsychologen auch für Lehrkräfte?
Pädagogen ebenfalls zu Schulschluss unter Druck
·Was ist was? PISA,
PIRLS und TIMSS
Der große Check der "Schulbankdrücker"
Mit dem kommenden Schuljahr startet auch in Wien, Niederösterreich, Salzburg und Tirol der Schulversuch "Neue Mittelschule" und wird damit auf alle neun Bundesländer ausgeweitet. Welche Schulen eine Genehmigung bekommen, entscheidet das Unterrichtsministerium demnächst. Die Zahl der Bewerber lässt eine Verdreifachung der Standorte erwarten, nämlich von 67 im Schuljahr 2008/09 auf über 210.
"Aufgrund der positiven Vorgespräche" geht man im Ministerium davon aus, dass das Gros der Bewerber auch tatsächlich am Schulversuch teilnehmen können wird. Bildungsministerin Schmied bewertete diese Entwicklung sehr positiv: "Das ist ein kräftiger Rückenwind für die Schulreform. Eltern, Lehrer und Schüler verspüren die Aufbruchstimmung und wollen bei diesem zentralen Projekt dabei sein." Sie dankte "allen Betroffenen und Beteiligten für ihr Vertrauen in dieses Projekt".
Ausweitungen geplant
In jenen fünf Bundesländern, in denen der Schulversuch bereits läuft, sind Ausweitungen geplant. Neu dazu kommen außerdem Standorte in jenen vier Bundesländern, in denen es bisher keine "Neue Mittelschule" gibt: Wien will mit 20 Schulen einsteigen, Niederösterreich mit 46, Salzburg mit zehn und Tirol mit acht Schulen.
Insgesamt werden demnach im Schuljahr 2009/10 statt 166 Klassen voraussichtlich rund 770 Klassen nach dem Modell der "Neuen Mittelschule" geführt, und insgesamt etwa 19.100 Schüler im Rahmen des Schulversuchs unterrichtet. Das sind 15.400 Schüler mehr als im aktuellen Schuljahr.
(apa/red)
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