Ermittlungen wegen Kinderpornografie:
Neue Wendung im Fall Natascha Kampusch
- BK-Chef: "Verdachtsmomente im weiteren Umkreis"
- Lang zur Theorie eines 2. Entführers: "Völlig offen"

Im Fall Natascha Kampusch wird in Richtung Kinderpornografie ermittelt. Das sagte der neue Leiter des Bundeskriminalamts (BK), Franz Lang, in der "ZiB2". Es seien "im weiteren Umkreis" des Falls "Verdachtsmomente in Richtung Kinderpornografie und eines Pornoringes" aufgetaucht. Diese Aspekte würden nun ermittelt, so Lang. Mehr wollte er dazu nicht sagen.
Die Theorie eines zweiten Entführers sei hingegen nicht im Umfang des Ermittlungsauftrages. Gefragt, ob er an einen zweiten Entführer glaube, sagte Lang: "Es ist völlig offen, die Ermittlungen laufen."
"Kein Bezug" zu Kampusch
Die Ermittlungen wegen Kinderpornographie rund um die Causa Kampusch haben "keinen Bezug" zu Natascha Kampusch selbst. "Sie hat damit nichts zu tun", sagte der zuständige Abteilungsleiter im Bundeskriminalamt Gerhard Lang. Im Zuge der Recherchen seien gegen Personen Verdachtsmomente aufgetaut, denen "der Vollständigkeit halber" nachgegangen wird. Diese Personen stünden aber in "keinem Zusammenhang" mit Kampusch.
Die Aussage des neuen Leiters der Bundeskriminalamtes, Franz Lang, gegenüber der Tageszeitung "Österreich", dass es Hinweise gebe, "dass Kampuschs Entführer Wolfgang Priklopil Kontakt und Freundschaften zu Menschen hatte, die sich im Kinderporno-Bereich aufhalten", wollte der Abteilungsleiter nicht kommentieren. Die Ermittlungen würden sich jedenfalls auch nicht auf den Entführer von Natascha Kampusch und dessen Umfeld beziehen.
(apa/red)
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