'Völlige Neuordnung': NEWS-Exklusiv-
Interview mit Abwehramt-Leiter Schneider
- Militärischer Inlandsnachrichtendienst im Mittelpunkt
- 'Dimension der Herausforderung hat alles übertroffen'

·Assistenzeinsatz: Ende bereits 2009?
Minister Darabos aber für längeren Tschad-Verbleib
In seiner aktuelle erscheinenden Ausgabe veröffentlicht das Nachrichtenmagazins NEWS ein umfassendes Interview mit dem Leiter des Heeresabwehramtes Brigadier Wolfgang Schneider. Es ist das erste Interview des Chefs des militärischen Inlandsnachrichtendienstes in dessen Amtszeit.
Schneider spricht dabei erstmals offen über die Probleme, mit denen er bei der Amtsübernahme konfrontiert war. Schneider: "Die Dimension der Herausforderung hat alles übertroffen, was ich mir erwartet habe. Von der Aufgabe und vom Zustand her. Es gab gewaltige Altlasten."
Konkret nennt er: "Gegenseitiges Bespitzeln, anonyme Anzeigen, nicht abgeschlossene Großfälle." Die Schuld dafür läge jedoch nicht bei seinem Amtsvorgänger.
Jetzt stehe "eine völlige Neuordnung" des Dienstes an, "um die Energie in die Aufgabenerfüllung und nicht in persönliche Animositäten zu leiten."
Als künftigen Aufgabenschwerpunkt des Amtes nennt Schneider den IT- Bereich, wo er auch legistische Änderungen einfordert. Zudem sei ein Verwaltungsübereinkommen mit dem Heeresnachrichtenamt und dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung fertig, damit es künftig direkteren Datenzugang gäbe und sinnloser Verwaltungsaufwand beseitigt würde.
Das Faktum, dass Schneider nächstes Jahr in Pension gehen will, begründet der Abwehramtschef damit, dass ihm das "nach 46 Beitragsjahren" auch zustehe.
Mehr dazu lesen Sie im aktuellen NEWS 49/08!
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