Donnerstag, 27. November 2008

Sommertourismus brachte Rekordumsätze: Starker Zuwachs bei Gästen aus Osteuropa

  • Tourismusplus von 6,1 Prozent auf 10,6 Mrd. Euro
  • Momentane Finanzkrise dämpft jedoch den Ausblick

"Nach dem besten Winter aller Zeiten hat auch der heimische Sommertourismus ein großartiges Ergebnis erzielt. Die Umsätze der Tourismusbetriebe konnten um 6,1 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro gesteigert werden", kommentierte Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein die Tourismusanalyse des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo). Die Erwartungen für die kommenden Monate seien jedoch "aufgrund der Konjunkturkrise gedämpft".

Überdurchschnittliche Umsatzzuwächse erwirtschafteten im Sommer (Anfang Mai bis Ende November) das Burgenland, Wien, die Steiermark und Niederösterreich. Etwas unter dem bundesweiten Wert lag das Wachstum in Salzburg, Tirol, Oberösterreich und Kärnten. Vorarlberg verzeichnete als einziges Bundesland eine Stagnation der Tourismusumsätze im Vergleich zum Sommer 2007, in dem das Weltturnfest "Gymnaestrada" für besonders hohe Nächtigungszahlen sorgte.

Die Zahl der Nächtigungen ist in der Sommersaison 2008 wie berichtet um 2,4 Prozent gestiegen. Die Nachfrage von in- und ausländischen Gästen entwickelte sich dabei in vergleichbarem Tempo (+2,5 bzw. +2,3 Prozent).

Auf den einzelnen Herkunftsmärkten fiel die Nachfrage in der heurigen Sommersaison unterschiedlich aus: Vor allem die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus Russland (+79,5 Prozent) und den östlichen Nachbarländern (Polen: +31,5 Prozent; Tschechien: +24,6 Prozent; Ungarn: +11,7 Prozent) wuchs kräftig, aber auch aus Dänemark (+5,1 Prozent) nächtigten deutlich mehr Gäste in Österreich als in der Vorjahressaison.

Positiv entwickelten sich auch die Übernachtungen von Touristen aus den beiden wichtigsten Herkunftsmärkten, Deutschland (+1,6 Prozent) und den Niederlanden (+1,2 Prozent). Ein leichter Zuwachs wurde bei den Übernachtungen von Gästen aus Frankreich verzeichnet (+0,8 Prozent). Auf allen anderen bedeutenden Märkten ging die Nachfrage leicht bis mäßig zurück (Italien: -0,4 Prozent; Belgien: -2,3 Prozent; Schweiz: -3,3 Prozent). Relativ kräftige Rückgänge wurden bei Nächtigungen aus dem Vereinigten Königreich (-5,5 Prozent) und den USA (-19,0 Prozent) verbucht. (apa/red)

27.11.2008 16:04