Ferdinand III. Friedenskaiser wider Willen

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ISBN: 978-3-902475-56-5, Lothar Höbelt, Ares Verlag
Der bekannte Historiker widmet sich in diesem Buch einer historischen Persönlichkeit, die zu Unrecht in klassischen Geschichtsbüchern bestenfalls als Randnotiz aufscheint. Kaiser Ferdinand III. war immerhin Nachfolger Wallensteins als ,Generalissimus der kaiserlichen Armeen, sein Sieg bei Nördlingen 1934 führte zum Prager Frieden und zum Ausgleich mit Sachsen und den deutschen Lutheranern. Als Kaiser kämpfte er gegen das Frankreich Richelieus und Mazarins um das Erbe Spaniens. Im Westfälischen Frieden beendete er den 30-jährigen Krieg und sicherte dem Haus Habsburg seine hervorragende Stellung in Europa. Trotzdem hat er sein Ziel, Spaniens Krone zu erhalten, nie erreicht und gilt dementsprechend als ,Verlierer. Höbelt zeigt ein komplexes Bild dieses Habsburger-Herrschers. Und er beschreibt eine Epoche großer Umwälzungen, in der die italienische Kunst größten Einfluss auf alle Höfe Europas hatte, in der Condottieri von stehenden Heeren abgelöst wurden und in der sich die höfische Barockkultur mit dem Herrscher als zentrale Persönlichkeit, um die sich alles dreht, entwickeln konnte. Ein bei aller Datenfülle doch spannend zu lesendes Geschichtsbuch. C.N.
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