Montag, 24. November 2008

Lena Hoscheks Mode für Frauen mit Kurven:
Jungdesignerin macht "Dirndl for the World"

  • Sogar Popstar Kate Perry liebt die steirischen Designs
  • WOMAN-Interview mit dem Stern am Mode-Himmel

Viele Mädchen träumen davon, sie schaffte es im Alleingang: Mit 27 ist die Steirerin eine international gefragte Designerin. Mit Mode für Frauen mit Kurven …

Als das Modeheft, das sie gerade durchblättert, gedruckt wurde, war sie noch lange nicht auf der Welt. Aber die Beautys aus den 50er-Jahren, mit Kurven, Taille und Po, faszinieren die 27-Jährige. „Das war eine Zeit!“, ruft Lena Hoschek und steht auf, um das WOMAN-Team zu begrüßen. In ihrem ganz neu eröffneten Shop am Wiener Spittelberg (www.lenahoschek.com) – nach Graz ihrem zweiten. Die Kollektion an den Ständern lässt keine Zweifel, dass sie für Frauen mit Kurven gemacht ist. Und auch für solche, die das Dirndl lieben: Lenas liebstes Teil inspiriert jede Kollektion. Dass die junge Designerin mit ihrer Abneigung gegen Schlabberlook und Hungerhaken nicht allein ist, zeigt ihr Erfolg: Nur zwei Jahre nach Gründung ihres eigenen Labels exportiert die Steirerin bis nach Tokio und wurde in allen großen Magazinen von „Amica“ bis „Vogue“ gefeaturt. Der Talk mit einer Aufsteigerin.

Woman: Haben Ihre Eltern Sie als Kind sanft gezwungen, Dirndl zu tragen?

Hoschek: Überhaupt nicht. Ich selbst wollte unbedingt eines haben, und mit 14 bekam ich ein altes von meiner Tante. Meine Oma aus dem Mölltal hat mir dann gezeigt, wie man das umnäht. Bis heute hat Dirndlnähen so etwas Beruhigendes.

Woman: Aber das Tragen muss aufregend sein.

Hoschek: Es gibt kein Kleidungsstück, in dem eine Frau so super ausschaut wie in einem Dirndl. Egal wie alt sie ist und welche Figur sie hat. Die Taille wird stark betont, ebenso Hüfte und Dekolleté. Genauso wie beim New Look der 50er-Jahre, meinem zweiten großen Einfluss.

Woman: Hungerhaken sind also nichts für Sie?

Hoschek: Nein, ich liebe weibliche Formen. Um mich durchzusetzen, muss ich nicht aussehen wie ein Mann. Powerfrau heißt für mich nicht kurze Haare und Anzug, sondern Vamp. In einem schönen Outfit kann man echt viel erreichen.

Woman: Sie selbst sind das beste Beispiel dafür. Vor zwei Jahren haben Sie Ihre Firma gegründet, und es geht stetig bergauf.

Hoschek: Ich hab mich in diesen ersten Jahren fast kaputtgearbeitet. Aber es hat’s gebracht.

Woman: Wenn Promis wie Katy Perry Teile von Ihnen tragen, ist das eine unbezahlbare Werbung!

Hoschek: Ja, ein Glück! Ich war in Berlin zur Fashion Week, und über eine Bekannte bekam Katy meinen Katalog zu sehen. Auf einmal kam eine Mail, was sie sich für den Event in Berlin – sie bekam eine goldene Schallplatte überreicht – ausgesucht hatte. Drunter stand: „I’ll wear it loud and proud.“ Süß, nicht?

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24.11.2008 15:42