Christian Neuhold: Was Neuhold nervt -
Das Schlechtreden Österreichs
Es gehört ja leider zur guten österreichischen Tradition, dass schon bei Bekanntgabe einer neuen Regierung dieser von weiten Teilen der heimischen Kommentatoren ein schlechtes Zeugnis ausgestellt wird. Diesem schließen sich dann flugs alle Oppositionspolitiker an, die allerdings selbst nur in Einzelfällen Zielführendes für eine positive Zukunft des Landes beizutragen haben. Und ehe man es sich versieht haben wir eine völlig negative Stimmung nahe der Depression.
Das nervt mich gewaltig. Denn die wirtschaftliche Lage ist nicht sehr gut. Da braucht es nicht noch zusätzliches Krankjammern. Nach nicht einmal 60 Tagen Verhandlung steht die neue Bundesregierung. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen. Denn wir werden eine arbeitsfähige und arbeitswillige Regierung bitter notwendig haben um Wirtschaftsflaute, drohender Massenarbeitslosigkeit und Realeinkommensverlusten wirksam den Kampf anzusagen. Und Jammern und Sudern ist wahrlich kein Rezept gegen die Krise. Wenn einige Herrschaften in diesem Land nicht rasch aufwachen und sich eines besseren besinnen, dann wird sich die Krise in den Herzen und Köpfen der Österreicherinnen und Österreicher noch vor Weihnachten sehr breit machen. Deutschland ist durch sinnloses Krankjammern vor wenigen Jahren in die größte Wirtschaftskrise der Nachkriegsjahre geschlittert. Es hat viele Jahre und große Anstrengungen bedurft um da raus zu kommen. Diesen Weg sollte sich Österreich ersparen. Daher: Lasst die neue Regierung einmal beginnen zu arbeiten. Alles ist besser als Stillstand.
Ihr Meinung an neuhold.christian@news.at.

