Bringt Finanzkrise britisches Pfund zu Fall? Nachdenkprozess in London in Gang gesetzt
- Barroso: Briten wurde Bedeutung des Euro vorgeführt
- Drei britische Banken mussten gerettet werden

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Die weltweite Finanzkrise hat die Einführung des Euro in Großbritannien nach Ansicht von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in den Bereich des Möglichen gerückt. In London sei "ein Nachdenken" im Gange, auch wenn ein Beitritt zur Währungsgemeinschaft sicher "nicht schon Morgen" auf der Tagesordnung stehen werde, sagte Barroso im Rundfunksender RTL.
Die Krise habe auch den als "pragmatisch" bekannten Briten die Bedeutung des Euros vorgeführt. Einige politische Verantwortliche hätten ihm mit Blick auf die Finanzkrise gesagt, "wenn wir den Euro hätten, ginge es uns besser". Die Bevölkerung der Insel lehnt die Einführung der europäischen Währung mehrheitlich ab.
Großbritannien wurde von der durch faule Immobilienkredite in den USA ausgelösten Krise besonders hart getroffen: Drei britische Finanzinstitute mussten durch Gelder aus dem Banken-Rettungsplan des Landes vor dem Zusammenbruch bewahrt werden.
(apa/red)

