Donnerstag, 27. November 2008

Woolworth muss Insolvenz ankündigen: Österreichische Filialen nicht betroffen

  • Mehr als 30.000 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs
  • Britisches Unternehmen hat rund 455 Mio. € Schulden

Die britische Kaufhauskette Woolworths hat Insolvenz angemeldet. Der Vorstand des Traditionsunternehmens kam überein, die Beratungsfirma Deloitte mit der Abwicklung der Geschäfte zu beauftragen. Es sind mehr als 30.000 Jobs in Gefahr. Das fast 100 Jahre alte Unternehmen, das unabhängig von Woolworth Deutschland ist, hatte Schulden von etwa 385 Mio. Pfund (455 Mio. Euro) angehäuft. Der Aktienkurs war im vergangenen Jahr um 90 Prozent eingebrochen.

Eine Regierungssprecherin sagte, die Regierung hoffe, dass die Insolvenzverwalter die Warenhäuser verkaufen und Jobs retten könnten. Neben der Einzelhandels-Sparte muss auch die zu Woolworths gehörende DVD-Lieferfirma Entertainment UK Insolvenz anmelden. Die Sparten Bertram Books und 2 Entertain sollen bestehenbleiben.

Von der Pleite des britischen Warenhauses Woolworths sind die österreichischen Woolworth-Geschäfte nicht betroffen. Die zwölf Filialen der F.W. Woolworth Co. GesmbH mit Sitz in Linz haben "nichts mit der britischen Kette zu tun", hieß es am Donnerstag auf APA-Anfrage bei Woolworth Deutschland.

(apa/red)

27.11.2008 17:14