Schwere Einbußen bei Zusatzpensionen:
2009 Abstriche von bis zu 12 % möglich
- Pensionskassen werden 360 statt 400 Mio. zahlen
- 10.000 Pensionisten von Finanzkrise nicht betroffen
Die Bezieher von Zusatzpensionen müssen im Jahr 2009 mit einem Abstrich von durchschnittlich 12 Prozent rechnen, teilte der Fachverband der Pensionskassen mit. Wurden 2008 noch rund 400 Mio. Euro an 58.000 Bezieher einer Betriebspension ausbezahlt, so werden es im kommenden Jahr rund 360 Mio. Euro sein.
"10.000 Pensionisten sind von der Kapitalmarktkrise nicht betroffen, da bei ihnen die Kapitalmarktschwankungen über den ehemaligen Arbeitgeber ausgeglichen werden", so Fritz Janda, Geschäftsführer des Fachverbandes der Pensionskassen. Janda kündigte gleichzeitig an, dass die heimischen Pensionskassen in den nächsten Tagen Briefe an Bezieher einer betrieblichen Zusatzpension versenden werden, um sie über die Auswirkungen der Kapitalmarktkrise auf künftige Pensionszahlungen zu informieren. Damit wolle man den Kunden die Möglichkeit geben, zu erwartende Pensionskürzungen rechtzeitig in der Ausgabenplanung zu berücksichtigen, heißt es.
Obwohl minus zwölf Prozent ein bitteres Ergebnis seien, lägen die Pensionskassen mit ihren Verlusten im Vergleich etwa zu Bankanleihen oder Aktienmärkten noch moderat. Die Aktienmärkte hätten mit minus 36 Prozent sogar den stärksten Einbruch seit dem Jahr 1931 erlebt, so Janda. Es zeige sich, dass die heimischen Pensionskassen in der schwierigen Situation richtig reagiert haben und somit noch größere Verluste hintangehalten werden konnten.
Seit ihrer Gründung in den Neunzigerjahren hätten die Pensionskassen ein durchschnittliches Veranlagungsergebnis von 6,8 Prozent pro Jahr erwirtschaftet, so Janda. Die durchschnittliche Firmenpension betrage monatlich 490 Euro. Insgesamt veranlagen die 19 Pensionskassen ein Vermögen von über 13 Mrd. Euro. Sie sind damit der größte private Pensionszahler Österreichs.
(apa/red)


