Wirtschaftsgipfel der EU & China abgesagt:
Sarkozys Treffen mit Dalai Lama als Grund
- Chinesische Delegation von Frankreich abgewiesen
- Sarkozy reagiert auf Chinas Absage des Polit-Gipfels

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Nach der Absage des EU-China-Gipfels durch Peking haben die Franzosen auch den parallel geplanten 5. Wirtschaftsgipfel EU-China annulliert. "Die chinesische Delegation wollte kommen", sagte Jiann-Yuh Wang, Generaldirektor des Komitees Frankreich-China in Paris. "Doch die französischen Gebietskörperschaften fanden es nicht opportun, das Treffen aufrechtzuerhalten."
Der Wirtschaftsgipfel wird seit 2004 jährlich ausgerichtet. Zu Beginn des Wirtschaftsgipfels waren Ansprachen des französischen EU-Ratspräsidenten Nicolas Sarkozy, des Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso und des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao geplant. Anschließend wollten die drei zum politischen EU-China-Gipfel wechseln. Sarkozy und Jiabao sollten sich zudem am 2. Dezember in Paris zu einem China-Frankreich-Gipfel treffen, der offiziell noch nicht angekündigt war.
"Beziehungen werden kompliziert"
"Die Beziehungen der EU und Frankreichs zu China werden jetzt kompliziert", sagte Wang. "Wir werden versuchen, den Dialog und die Zusammenarbeit aufrecht zu erhalten." Große Vertragsabschlüsse waren bei dem Wirtschaftsgipfel nicht geplant gewesen.
China macht Sarkozy für seine Absage des EU-China-Gipfels verantwortlich. Die Pläne des gegenwärtigen EU-Ratsvorsitzenden, den Dalai Lama zu treffen, hätten China veranlasst, das im französischen Lyon geplante Treffen zu verschieben. Es gebe damit "keine gute Atmosphäre für den Gipfel", sagte der Sprecher des Pekinger Außenministeriums, Qin Gang, nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. So könnten auch die erwarteten Ziele nicht erreicht werden.
(apa/red)

