Hartberg versenkt 800.000 in der Karibik:
Stadt verspekulierte sich auf Virgin Islands
- Veranlagung in Zinspapiermarkt ging nach hinten los
- Bereits im Frühjahr verlor die Gemeinde 3,1 Mio.
Hochriskante Spekulationsgeschäfte standen bei Österreichs Gemeinden offenbar hoch im Kurs. Nach 90 niederösterreichischen Orten ging diese Art der Veranlagung von Steuergeldern aber auch für Hartberg nach hinten los: Über 800.000 Euro versenkte die steirische Stadt bei Investments auf den British Virgin Islands.
Mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und ÖVP war zufolge der "Kleinen Zeitung" im Gemeinderat beschlossen worden, die 800.000 Euro im karibischen Zinspapiermarkt zu veranlagen. Realisiert wurde das Investment von einem Unternehmen, das allerdings kein glückliches Händchen bewies: Innerhalb von drei Wochen war das Geld verspekuliert.
Der Verlust kam für ÖVP-Bürgermeister Pack unerwartet und sei besonders "schmerzhaft". Weniger überrascht zeigten sich die Grünen: Bereits im Frühjahr hatte die Gemeinde 3,1 Millionen Euro bei Immobiliengeschäften verloren.
(red)


