Reals Ausrutscher in Getafe ausgenutzt:
FC Barcelona besiegt den FC Sevilla mit 3:0
- Lionel Messi mit Doppelpack mal wieder überragend
- Bernd Schuster: "Ergebnis schmeichelt uns sogar"
Der FC Barcelona hat in Spaniens Fußball-Meisterschaft die momentane Unform von Meister Real Madrid perfekt ausgenutzt. Mit einem unerwartet klaren 3:0-Auswärtserfolg gegen Titelmitfavorit FC Sevilla setzte sich der katalanische Spitzenreiter der Primera Division sechs Zähler vom Erzrivalen ab. Die Madrilenen kassierten ausgerechnet im Vorort Getafe, gegen den Ex-Club von Trainer Bernd Schuster, eine bittere 1:3-Schlappe.
Samuel Eto'o (20.) gab im Stadion Sanchez Pizjuan von Sevilla mit seinem 14. Saisontor im 13. Ligaspiel den Startschuss für einen erfolgreichen "Barca"-Abend. Sevilla traf durch Torjäger Kanoute zwar kurz vor der Pause die Latte, vor allem der im letzten Ligaspiel gegen Getafe (1:1) noch geschonte Lionel Messi erwies sich aber als ständiger Gefahrenherd.
Der Argentinier war es auch, der per Doppelpack (79., 90.) in der Schlussphase die Entscheidung brachte. Sevilla verlor im Finish auch Stürmer Luis Fabiano, der nach einem Ellbogencheck gegen Busquets die Rote Karte sah. "Das war ein wichtiger Schritt, weil wir gegen einen möglichen Rivalen gepunktet haben", meinte ein zufriedener Barcelona-Coach Pep Guardiola.
Schuster redet Klartext
Weniger erfreut war nach seiner erfolglosen Rückkehr in die Vorstadt Real-Coach Schuster. "Getafe war viel besser. Sie haben spektakulär gespielt, das Ergebnis schmeichelt uns sogar", meinte der von Verletzungssorgen in seinem Luxus-Kader geplagte Deutsche, der zugab: "Ich hatte in keinem Moment das Gefühl, dass wir gewinnen können".
Der Uruguayer Juan Angel Albin (3., 47.) und Ikechukwu Uche (82.) besiegelten vor 12.750 Zuschauern im Coliseum-Stadion die dritte Saisonniederlage des Meisters, der nur durch Javier Saviola (55.) traf. Neben der Niederlage beklagte Real auch den Ausfall von Spielmacher Wesley Sneijder. Der Niederländer musste nach einem Zweikampf in der 16. Minute mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden.
Hildebrand in die Heimat?
Seine Zelte in Spanien abbrechen dürfte der deutsche Goalie Timo Hildebrand, der Valencia im Winter ohne Ablösesumme verlassen darf. Es wird erwartet, dass Hildebrand in die deutsche Bundesliga zurückkehren wird. Dort war der bei Valencia nicht mehr berücksichtigte 29-Jährige unter anderem mit Tabellenführer 1899 Hoffenheim, dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund in Verbindung gebracht worden. Bei Hoffenheim gilt die Tormannposition als Schwachpunkt, zuletzt hatte der nicht immer überzeugende Daniel Haas den Vorarlberger Ramazan Özcan verdrängt. (apa/red)

