Saisonauftakt der Nordischen Kombinierer:
Deutscher Ackermann gewinnt in Kuusamo
- Willi Denifl als bester ÖSV-Athlet auf dem 6. Rang
- Insgesamt 3 Österreicher in den Top 10 zu finden
Ronny Ackermann hat auch im neuen Einheitsbewerb der Nordischen Kombinierer seine Sonderklasse beweisen. Der Deutsche feierte beim Saisonauftakt in Kuusamo nach einem Sprung von der Großschanze und dem 10-km-Langlauf seinen 28. Weltcupsieg. Er gewann vor dem besten Springer, dem Finnen Janne Ryynänen. Der Tiroler Willi Denifl belegte als bester Österreicher den sechsten Platz.
Nach nur einem Bewerb, noch dazu bei wechselndem Wind, sind Rückschlüsse auf den neuen Bewerb schwierig, in der Saison eins nach dem Rücktritt des vierfachen Weltcup-Gesamtsiegers Hannu Manninen haben sich aber vorerst die Arrivierten auch im neuen Modus durchgesetzt. Ackermann lief von Rang vier an die Spitze. "Es war aber schwerer, als es vielleicht aussah. 40 Sekunden aufzuholen und dann auch noch auf dieser schweren Strecke, ist nicht so einfach", sagte der Weltmeister von Sapporo 2007.
Im Springen noch Luft nach oben
Denifl verpasste nach Rang sieben im Springen einen Podestplatz um 21 Sekunden, holte sich aber viel Selbstvertrauen und wollte am Sonntag erneut angreifen. "Das Rennen hat mir so richtig Spaß gemacht, ich habe mein Tempo durchziehen können", sagte der 28-jährige Stubaitaler. Er habe sich über den Sommer im Laufen gesteigert, im Springen sieht er noch Potenzial, das hat zum Auftakt noch nicht perfekt geklappt.
3 Österreicher in den Top Ten
Mit drei Athleten in den Top Ten durfte auch ÖSV-Cheftrainer Alexander Diess in Anbetracht der schweren Rückschläge in der Vorbereitung (Unfalltod von Alfred Rainer, Verletzungen von Mario Stecher und Bernhard Gruber) zufrieden sein. Christoph Bieler, Sechster nach dem Springen, war über seiner Laufform und Rang acht (58,8 zurück) aber nicht erfreut. Anders Lukas Klapfer, der nach Sprung-Rang 20 mit zehntbester Zeit auf Rang neun (1:00,3) skatete. Um fünf Ränge auf Platz 12 verbessert hat sich in der Loipe auch David Kreiner. (apa/red)

