Sikorski wird zum dritten Mal beerdigt:
Mysteriöser Tod des polnischen Politikers
- Chef der Exilregierung stürzt 1943 in Flugzeug ab
- Militärische Ehren bei der aufwendigen Beisetzung

In Polen sind zum dritten Mal die sterblichen Überreste des Chefs der Kriegs-Exilregierung, Wladyslaw Sikorski, beigesetzt worden. Soldaten begleiteten den Sarg in die Krypta der Kathedrale des Königsschlosses Wawel in Krakau, wo mit militärischen Ehren Abschied von Sikorski genommen wurde. Krakaus Erzbischof Stanislaw Dziwisz las eine Messe.
Sikorskis Überreste waren am Dienstag exhumiert und gerichtsmedizinisch untersucht worden, um die Todesumstände zu klären. Mit den Ergebnissen der Untersuchung wird in einem Monat gerechnet.
Sikorski hatte während des Kriegs in London die polnische Exil-Regierung geführt. Er starb im Juli 1943 bei einem Flugzeugabsturz vor Gibraltar. Der Pilot der Royal-Air-Force-Maschine sagte später als einziger Überlebender aus, dass die Flughebel blockiert gewesen seien. Seitdem gibt es Spekulationen, dass Moskau hinter dem Absturz steckte. Sikorskis Leichnam war zunächst in Newark in Großbritannien beerdigt und 1993 nach Polen überführt worden.
(apa/red)
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