Armee stürmte Luxushotels in Mumbai: Großoffensive gegen verschanzte Attentäter
- Indien: Serie von Anschlägen mit über 100 Toten
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Nach der Anschlagsserie mit mehr als 125 Toten ist die indische Armee in Mumbai mit einem Großeinsatz gegen die islamistischen Angreifer vorgegangen. Sicherheitskräfte drangen in die Luxushotels Taj Mahal und Oberoi Trident ein, in denen sich die Angreifer verschanzt hatten. Im Taj Mahal wurden fast alle Attentäter getötet, im Oberoi Trident werden noch zahlreiche Geiseln vermutet.
Ein verletzter Terrorist konnte im Hotel Taj Mahal überwältigt werden. Der Einsatz im Hotel Oberoi Trident dauert noch an. Dort halten sich eine Reihe von Hotelgästen, darunter auch Ausländer, entweder versteckt, oder sie befinden sich in der Gewalt der Angreifer. Während der Erstürmung des Oberoi Trident durch die Sicherheitskräfte brach in dem Hotel ein riesiges Feuer aus. Zudem fielen fortwährend Schüsse. Die Überfälle auf die beiden Hotels waren offenbar gezielt gegen Ausländer gerichtet.
125 Menschen gestorben
Bei den Angriffen starben laut Polizei mehr als 125 Menschen. In offenbar genau koordinierten Attacken griffen kleine Kampfgruppen Hotels, den Bahnhof, ein Krankenhaus, ein Restaurant und mehrere weitere Orte der Millionenstadt an. Mindestens neun Ausländer waren unter den Opfern. Knapp 300 Menschen wurden laut Medienberichten verletzt. Laut Polizei kamen fünf Angreifer ums Leben. Ein weiterer sei festgenommen worden. Drei Österreicher in Mumbai blieben unversehrt.
Drahtzieher der Attentate
Zu der beispiellosen Angriffsserie bekannte sich die unbekannte islamistische Gruppe Deccan Mujaheddin. Einer der Angreifer sagte dem Sender India TV am Telefon, seine Gruppe fordere ein Ende der Angriffe auf Muslime in Indien.
Der indische Premierminister Singh vermutete die Drahtzieher der Angriffe im Ausland. Singh kündigte an, es würden die schärfsten Maßnahmen ergriffen, um eine Wiederholung eines derartigen Anschlags auszuschließen. Pakistan forderte seinen Erzrivalen hingegen auf, sich mit Schuldzuweisungen an Islamabad zurückzuhalten.
(apa/red)
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