Montag, 24. November 2008

Neues Geschäftsfeld für indische Manager: Lösegeld soll Krisenverluste ausgleichen

  • Verlangten acht Millionen Rupien für die Freilassung
  • Manager in Indien verlagern sich auf Kriminalität

Zwei indische Manager haben sich nach Verlusten auf den Finanzmärkten ein neues Geschäftsfeld erschlossen: Kidnapping. Wie indische Medien berichteten, entführten die Männer in der indischen Hauptstadt Neu Delhi einen 14 Jahre alten Schüler. Zur Unterstützung stellten sie einige Schlägertypen an, wie der lokale Fernsehsender NDTV berichtete.

Für die Freilassung des Buben verlangten die Manager acht Millionen Rupien (126.592 Euro). Die Polizei habe die Bande in einer Vorstadt Neu Delhis aufgespürt, den Teenager befreit und sechs Männer festgenommen.

In Indien steigen nach dem Einbruch der Finanzmärkte die Fälle, in denen Investoren ihre Verluste durch kriminelle Aktivitäten auszugleichen versuchen. Mindestens zwei Finanzmanager begingen Selbstmord und nahmen ihre ganze Familie mit in den Tod.
(apa/red)

24.11.2008 11:25