Pröll bespricht mit Fischer neuen Stil:
Neuer Vizekanzler trifft Bundespräsidenten
- Zukünftiger ÖVP-Chef will neue Strukturen für Partei
- Rätselraten um Besetzung des Generalsekretariats

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Der designierte Vizekanzler und ÖVP-Obmann Pröll ist am Mittwochnachmittag von Bundespräsident Heinz Fischer zu einem halbstündigen Gespräch in der Hofburg empfangen worden. Wie Pröll im Anschluss berichtete habe man die Abläufe der nächsten Tage und die Angelobung der neuen Regierung im Detail besprochen. Die neue Regierung wird am kommenden Dienstag vom Bundespräsidenten angelobt werden.
Wie Pröll erklärte habe er mit dem Bundespräsidenten auch über den "neuen Stil" gesprochen, auf den sich SPÖ und ÖVP für die künftige Regierungszusammenarbeit verständigt haben. Wie das tatsächlich funktionieren werde müsse sich erst in der Praxis beweisen, er sei jedenfalls dazu bereit, versicherte der ÖVP-Obmann.
Pröll will umdenken
Parteipolitik war nach Angaben Prölls in dem Gespräch mit dem Bundespräsidenten kein Thema. Vor den Journalisten gestand der ÖVP-Chef jedoch zu, dass er nach der Wahlniederlage in seiner Partei "neue Strukturen andenken" müsse. Auf dem Parteitag der ÖVP am Freitag in Wels werde man die personellen Weichenstellungen vornehmen, die inhaltlichen würden dann folgen.
Zur Besetzung des offenen Postens des ÖVP-Generalsekretärs mache er sich in diesem Stunden ein Bild, sagte Pröll. Den zuletzt häufig genannten Bauernbunddirektor Fritz Kaltenegger bezeichnete Pröll als "gute und profilierte Persönlichkeit". Neben seinem ehemaligen Kabinettschef denke er aber auch noch an andere Personen.
Die vier von ihm vorgeschlagenen Stellvertreter als Bundesparteichef Johanna Mikl-Leitner, Maria Fekter, Günther Platter und Karlheinz Kopf bezeichnete Pröll als kompetente Persönlichkeiten. Er wolle, dass diese vier Stellvertreter auch tatsächlich in die politische Arbeit eingebunden werden und politische Positionen beziehen, betonte Pröll.
(apa/red)
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