Die Jungen und die Wilden der Regierung: news.at-Analyse zu den Minister-Neulingen
- Bandion-Ortner als würdige "Csardas"-Nachfolgerin?
- Explosive SPÖ-Kombination: Hundstorfer und Stöger
·Bandion-Ortner im Kreuzfeuer der Kritik
Grüne: "Schiefe Optik" wegen BAWAG-Causa
·IHRE MEINUNG zur Bundes-Regierung
MITREDEN: Was sagen
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Müsste man die Neuen unserer frischgebackenen Ministerriege kurz und knapp beschreiben, dann vielleicht mit den Worten die Jungen und die Wilden. Mit einem Altersdurchschnitt von 46,8 Jahren wird unsere neue Regierung jünger sein als die letzte. Die Bestellung der BAWAG-Richterin Bandion-Ortner als Justizministerin sorgte nicht nur für einen Überraschungseffekt sondern lässt jetzt schon eine Ministerin mit viel Klatschspalten-Potenzial erahnen.
Sie scheut keineswegs das Blitzlichtgewitter und die Seitenblicke-Events. Richterin Claudia Bandion-Ortner, deren Wortduelle mit Angeklagtem Helmut Elsner teilweise Kultstatus erreicht haben (Elsner: "Während Sie abgetanzt haben, habe ich hart gearbeitet." Bandion-Ortner: "Herr Elsner, aus jetzt!"), wird jetzt schon als würdige Nachfolgerin der Csardas-Fürstin Kdolsky gehandelt. Mit ihrer überraschenden Ernennung sorgte die ÖVP für eine Regierungs-Symphonie mit Paukenschlag.
Wild und explosiv erscheint die Kombination aus Sozialminister Hundstorfer und Gesundheitsminister Stöger: Beim Thema Gesundheitsreform gab es bereits einen Schlagabtausch am Verhandlungstisch. Stöger damals noch in seiner Funktion als Chef der oberösterreichischen Gebietskrankenkassa stellt sich gegen Reformvorschläge des ÖGB-Präsidenten Hundstorfer quer. Bleibt nur zu hoffen, dass der neue Rahmen frischen Wind in diese angeschlagene Beziehung bringt.
Auch mit der Ernennung Mitterlehners zum Wirtschaftsminister machte es sich Vizekanzler Pröll sicherlich nicht leicht. Der Querdenker ist dafür bekannt, dass er nur schwer mit seinen Meinungen hintan halten kann und gerne auch mal gegen den Parteistrom schwimmt.
(Muryati Vo)
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