Donnerstag, 20. November 2008

NEWS: Coolness statt Extravaganz: Renault Mégane - Neuauflage des gallischen Golfs

  • Design umgestellt und viel braver als der Vorgänger
  • Zweiter Mégane-Novize ist das Coupé mit 180 PS

Hat Renault den Mut verloren? Trauen sich die für ihre stets etwas anderen Kurven beliebt-berüchtigten Franzosen um Renault-Design-Guru und -Vorstand Patrick Le Quèment nichts mehr? Denn: Zuerst wurde der Twingo zum Allerweltskleinwagen zurechtgebürstet - ist jetzt der neue Mégane dran?

Viel braver als Vorgänger. Renault-intern heißt es bloß lapidar: "Wir haben unsere Lektion gelernt und das Design umgestellt." Was heißen soll: Der extreme Körperbau des Vorgängers (Erkennungsmerkmal: Stockerlhintern) hat jenseits der französischen Grenzen weit weniger Fans gefunden, als man sich das in der Pariser Firmenzentrale gewünscht hatte.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten - ein ewiges Thema, das hier nicht noch weiter zelebriert werden soll. Nur so viel: Wir finden den Mégane III glatt, konservativ - aber durchwegs fesch.

Innen herrscht französisches Flair
Bequeme Sitze, Materialien, die sich gut angreifen, und ein relativ aufgeräumtes Cockpit. Dass sich die Schalter für den Tempomat in der Mittelkonsole befinden, versteht aber kein Mensch. Richtig durchgefallen ist der Mégane jedoch bei den Armaturen: zu groß, wie aus einem Kindervideospiel. Und der Digitaltacho gehört noch vor dem Verkaufsstart (21. November) rausgeschmissen, nur geht sich das leider nicht aus.

Wenn wir schon bei der Schelte sind: Hinten geht es, sorry, für einen Fünfsitzer zu eng zu. Und beim Fond-Entern stößt man sich dazu immer den Kopf am Türrahmen.

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20.11.2008 09:48