Barack Obama drückt kräftig aufs Tempo:
Verspricht 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze
- Milliardenschweres Konjunkturprogramm gegen Krise
- Notenbankchef Geithner soll Finanzminister werden

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Angesichts der Finanzkrise drückt der designierte US-Präsident Barack Obama bei der Besetzung der wichtigsten Kabinettsposten aufs Tempo. Der New Yorker Notenbankpräsident Timothy Geithner soll nach Informationen aus demokratischen Parteikreisen bereits am kommenden Montag als Finanzminister nominiert werden.
Die Entscheidung für den 47-jährigen Geithner ließ an der Wall Street kräftig die Kurse steigen. Der Der Dow-Jones-Index für 30 führende Industriewerte legte um 494,13 Punkte oder 6,54 Prozent auf 8.046,42 Zähler zu. Damit wurde etwa die Hälfte der Verluste von Mittwoch und Donnerstag wieder wettgemacht.
Geithner hat in seiner derzeitigen Funktion bereits eng mit dem noch amtierenden Finanzminister Henry Paulson und dem Chef der Notenbank Federal Reserve, Ben Bernanke, im Kampf gegen die Finanzkrise zusammengearbeitet. Während der Regierung von Präsident Bill Clinton hatte er eine führende Position im Finanzministerium inne und war mit Verhandlungen zur Lösung der damaligen Finanzkrise mit Südkorea und Brasilien betraut.
Milliardenschweres Konjunkturprogramm
In der wöchentlichen Rundfunkansprache der Demokraten stellte Obama Details seines milliardenschweren Konjunkturprogramm vor. Er wolle in den kommenden Jahren mit dem Bau von Straßen und Brücken, der Modernisierung von Schulen und der Entwicklung alternativer Energiequellen 2,5 Millionen Arbeitsplätze schaffen, sagte er. "Das sind nicht nur Schritte, um uns aus dieser Krise zu ziehen. Das sind langfristige Investitionen in unsere wirtschaftliche Zukunft."
Seinem Plan zufolge sollen die Arbeitsplätze bis Jänner 2011 entstehen. Er wolle eine schnelle Zustimmung des Kongresses erreichen und den Plan nach seiner Amtsübernahme rasch unterzeichnen, sagte Obama weiter. Er räumte ein, die Zeichen für "eine Wirtschaftskrise von historischem Ausmaß" mehrten sich. Eine schnelle Lösung gebe es nicht, schließlich hätten sich die Schwierigkeiten über Jahre entwickelt. Der Tag seiner Amtsübernahme, der 20. Januar, sei jedoch eine Chance neu anzufangen.
(apa/red)

