Arbeitnehmer sehen schwarz für Zukunft: Wirtschaftspessimismus in Studie sichtbar
- Miese Stimmung vor allem bei öffentlich Bediensteten
- Zufriedenheit mit Betriebssozialleistungen gesunken

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Österreichs Arbeitnehmer blicken zunehmend pessimistisch in die Zukunft. Besonders skeptisch sind Arbeiter und Beamte, geht aus dem aktuellen Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer und den Meinungsforschungs-Instituten Sora und Ifes hervor. Der Optimismus gehe zurück, die wirtschaftliche Zukunft Österreichs werde skeptisch betrachtet, heißt es in der Studie.
Der Index zeigt deutlich nach unten: Aktuell beträgt er 109 Index-Punkte, vor einem Jahr lag er noch bei 112 Punkten. Wurden im Frühjahr noch 111 Indexpunkte erreicht, so ist die Stimmung zuletzt spürbar schlechter geworden. Laut Arbeitsklima Index bewerteten im Herbst 72 Prozent der Arbeitnehmer die wirtschaftliche Zukunft Österreichs positiv. Sie sind damit weniger optimistisch als noch im Frühjahr, als 81 Prozent die Zukunft "sehr" beziehungsweise "ziemlich optimistisch" sahen.
Öffentlich Bedienstete
Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung bei den öffentlich Bediensteten: Waren es vor einem halben Jahr 81 Prozent, sind nun nur noch 68 Prozent sehr oder ziemlich optimistisch. Bei den Arbeitern gibt es einen Rückgang um sieben Prozentpunkte, von 77 auf 70 Prozent. Die Angestellten kommen derzeit auf 74 Prozent, nach 83 Prozent ein Minus von neun Prozentpunkten.
Betriebliche Sozialleistungen
Seit dem Frühjahr ist auch die Zufriedenheit mit den betrieblichen Sozialleistungen gesunken. Vor allem bei den Angestellten zeichnet sich ein starker Rückgang ab. Im Frühjahr 2008 gaben mit 74 Prozent noch fast drei Viertel an, damit zufrieden zu sein. Im Herbst waren es nur noch zwei Drittel (67 Prozent). Der Rückgang ist bei den Beschäftigten im Bank- und Versicherungswesen am auffallendsten: Die Zufriedenheit ist um 10 Prozentpunkte auf 75 Prozent gefallen. Hier wirken sich möglicherweise die ersten Kürzungen und Sparmaßnahmen aufgrund der Finanzkrise aus, heißt es.
Die Arbeitnehmer in Österreich sind auch mit der Arbeitszeitregelung unzufriedener als noch vor einem halben Jahr: Waren im Frühjahr noch 82 Prozent "sehr" beziehungsweise "ziemlich" zufrieden, so sind es im Herbst nur mehr 78 Prozent.
(apa/red)

