'Guter Kompromiss' für Handelsangestellte: 3,6 % Gehaltsplus bei KV-Gesprächen erzielt
- Einkommen bis 1.400 Euro erhalten 3,7 Prozent mehr
- Konsens auch für Angestellte der Nahrungsindustrie

Nach fünf Runden sind die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 520.000 Beschäftigten im heimischen Handel zu Ende gegangen. Ab 1. Jänner 2009 bekommen Beschäftigte mit Einkommen bis 1.400 Euro um 3,7 Prozent mehr Gehalt. Wer mehr verdient, bekommt plus 3,6 Prozent. Die Mindest-und Ist-Gehälter der Angestellten der Nahrungs- und Genussmittelindustrie werden um 3,65 Prozent angehoben.
Der Verhandlungsleiter der Arbeitgeber, Alois Wichtl, sagte in einer ersten Reaktion zur APA, dass das Ergebnis ein "guter Kompromiss" sei. Bei den Verhandlungen wurde auch ein Ausgleich beim amtlichen Kilometergeld ausgehandelt.
Nahrungs-und Genussmittelindustrie
Auch für die rund 10.000 Angestellten der heimischen Nahrungs-und Genussmittelindustrie einigten sich die Sozialpartner: Die Mindest- und die Ist-Gehälter werden rückwirkend per 1. November 2008 um 3,65 Prozent angehoben, teilten die Verhandler am Freitag mit. Darüber hinaus wird auch das Kilometergeld auf die Sätze des amtlichen Kilometergeldes angehoben wurde.
Schwierige Rahmenbedingungen
Der Abschluss zeige, dass trotz schwieriger Rahmenbedingungen vernünftige Abschlüsse möglich seien, die sowohl die wirtschaftliche Lage der Branche als auch die Interessen der Beschäftigten berücksichtigen. Es sei ein Ausdruck dafür, dass die sozialpartnerschaftliche Verhandlungskompetenz funktioniere, so Arbeitgeber-Verhandler Martin Lotz von der Wirtschaftskammer (WKÖ) und Angestellten-Verhandler Bernhard Hirnschrodt von der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp).
(apa/red)

